letzter Eintrag in Ghana...zumindest vorerst ;)

Montag, 23.09.2013

….und schon wird dies der letzte Eintrag, den ich hier in Accra verfasse. Im Nachhinein ist die Zeit wie immer zu schnell vorbei begangen, förmlich gerast. Während ich noch in der ersten Woche dachte, dass es wie eine halbe Ewigkeit für mich wird.

In der letzten Woche bin ich Dienstag wieder in meinem Projekt gewesen. Diesmal bis 4, da der Deutschunterricht nachmittags stattfindet. Am Nachmittag war ich im Shoprite hab meinen letzten Wocheneinkauf getätigt und hab zu Hause eine Weile mit Edmund unserem Tag Watchman zusammengesessen und gequatscht. Danach haben wir Mädels noch ein wenig über unsere Oragnisation gesprochen und den Aufenthalt hier…war eine sehr interessante Diskussion. Mittwochfrüh bin ich mit Tommy nochmal in Richtung Artscenter gefahren. Wir waren letzten Endes zwar nicht da, aber sind so ein bisschen durch die Stadt getigert, haben eine Schule besucht und waren kurz am Strand was trinken. Am Nachmittag war ich mit Merit und Janine am Strand und wir hatten jede Menge Spaß. Gleich nach 10 Minuten hat mal wieder eine Welle unsere kompletten Klamotten erwischt. So hat mich Ghana begrüßt und so lässt es mich also wieder gehen J
Auch im Wasser hatten wir wieder absolut keinen Halt. Die Wellen haben uns komplett überrannt. Wirklich Wahnsinn die Kraft des Wassers…Am Abend hat Janine wieder ihr Stew für uns gekocht, bzw wir drei Mädels zusammen. Das ist so leeeecker!

Donnerstag hab ich mir noch zwei weitere Projekte angeschaut, da mich meine Schule erst wieder am Nachmittag zum Deutschunterricht gebraucht hat. Von der einen Schule war ich wirklich mehr als begeistert. Es war einfach ein total organisiertes Vorgehen, die Schüler sind sofort bei Ankunft in ihre Klassen. Auch das ganze Schulgebäude sah wesentlich robuster aus, als die Schulhäuser die sonst so ‚normal‘ sind für eine Grundschule. Diese Schule wird von Ben geleitet. Ben habe ich in dieser Woche noch öfter gesehen, genauso wie seine Frau. Eine wirklich sehr tolle, freundliche und liebenswerte Familie. Gegen Mittag war wieder unser Meeting im Haus mit Matilda und den anderen Mädels. Anschließend bin ich zum Unterricht in die Schule.

Freitag früh auch wieder mein Projekt und anschließend haben wir uns ein wenig aufgebrezelt für die Hausparty. Heißt insgesamt haben wir ja hier 3 Häuser in denen Volunteers wohnen. Einmal im Monat ist in einem Haus eine Party. Es war ein gemütlicher Abend, an dem man ein paar nette neue Leute kennen gelernt hat, aber festgestellt hat, dass man mit den coolsten Leuten im schönsten Haus zusammen wohnt. Ungelogen. Auch wegen der Mädels ist meine Zeit hier so toll geworden wie sie ist. Danke dafür.

Samstag sind wir früh zum Bojo Beach gefahren. Das ist ein Privatstrand. Wirklich eine sehr schöne Atmosphäre und noch mal ein toller Tag am Strand mit meinen Lieblingen aus dem Haus. Anschließend sind wir nochmals zum Shoprite etwas für den Abend einkaufen. Ich stand im Gang und habe gerade überlegt was ich noch brauche, als zwei Ghanaerinnen lachend an mir vorbei rannten und so vor sich hin sagten ‚fire fire‘. Hinter ihnen her kam ein Mann gerannt, der aber auch gelacht hat, deswegen dachte ich sie spielen ein Spiel. Als aber auf einmal alle ihre Einkäufe hinstellten, panisch rausrannten und etwas von ‚fire‘ schrien, bin ich auch erst einmal hinausgegangen.  Und tatsächlich hat man draußen am Qualm erkannt, dass das Haus brennt. An sich war es nichts Schlimmes, es hat ein bisschen gequalmt.  Nur nicht so witzig war, dass direkt am Shoprite eine Tankstelle ist. Wir hatten daher ein wenig Angst, dass es eine Explosion geben könnte. Die Ghanaer waren dennoch relativ entspannt. Haben das Geld aus der Bank geholt, die auch am Shoprite ist. Nur ein paar Familien sind postwendend ins Auto und sofort abgezogen. Feuerwehr kam auch, sogar ziemlich schnell, musste aber schon gar nichts mehr machen, da sie das Feuer bekämpft hatten und ist wieder abgezogen. Also sind wir wieder rein in Shoprite und haben weiter eingekauft :D Am Abend waren wir standartmäßig noch einmal auf der Reggaeparty. Haben viel Spaß aber auch ernste Gespräche gehabt. Nach einem Mitternachtssnack zurück im Haus sind wir schlafen gegangen.

Am Sonntag haben wir als Abschiedsfrühstück Pancakes gemacht und gemeinsam gefrühstückt. Danach bin ich mit Tommy noch einmal zu Ben und seiner Familie. Ich hab mir ihr Haus angeschaut und mit der Frau Essen gekocht. Das erste Mal Fisch in Ghana gegessen und es war sehr lecker und mein Magen hat null gestreikt J Anschließend saßen wir noch eine Weile auf dem Hof, haben mit den Kindern gespielt, uns gesonnt und uns unterhalten. Ben hat mich auf dem Moped zur Trotrostation gefahren. Ich kann nicht sagen warum, aber ich war in diesem Moment so unglaublich glücklich. Hab selten so einen Moment gehabt, in dem ich einfach nicht mehr aufhören konnte zu grinsen, weil es mir schlichtweg gut geht. Schöne Zeit in Ghana gehabt, Vorfreude auf meine Familie und Freunde. ALLES perfekt.

Der Abend war wie immer für unser Abschiedsessen reserviert und anschließend saßen wir noch lange am Strand und hatten eine Menge Spaß beim Rumalbern mit den Jungs vom Strand.

Heute Verabschiedung von jeder Menge Leuten. Aber es geht mir gut damit, weil ich nicht das Gefühl habe, dass es für immer ist. Ich habe als ich zum Flughafen gefahren bin immer wieder dieses Lied gehört und für mich meine Reise mit diesen Worten begonnen:


Feeling my way through the darkness
Guided by a beating heart
I can't tell where the journey will end
But I know where it starts
They tell me I'm too young to understand
They say I'm caught up in a dream
Well life will pass me by if I don't open up my eyes
Well that's fine by me

So wake me up when it's all over
When I'm wiser and I'm older
All this time I was finding myself
And I didn't know I was lost

I tried carrying the weight of the world
But I only have two hands
I hope I get the chance to travel the world
And I don't have any plans
I wish that I could stay forever this young
Not afraid to close my eyes
Life's a game made for everyone
And love is a prize

So wake me up when it's all over
When I'm wiser and I'm older
All this time I was finding myself
And I didn't know I was lost

 

Mein Herz hat mich definitiv an die richtige Stelle geführt und heute am Tag des Abflugs sollte ich wahrscheinlich wach werden…ich bin tatsächlich nicht nur älter sondern um einiges weiser geworden. Das einzig negative für mich ist im Moment, dass ich niemals Worte finden werde um das was ich hier erlebt, gesehen und gefühlt habe in irgendeiner Form widerzugeben. Fragen wie, was hat dir am besten gefallen sind so schwer zu beantworten, weil es unzählige Momente gibt, die einfach so schön, aber auch teilweise so intensiv ‚anders‘ waren. Ich werde viel Zeit brauchen um zu berichten, wie es denn so war. Aber ich werde niemals widergeben können, was ich wirklich fühle, was jedoch wahrscheinlich jedem so geht. Dennoch weiß ich für mich, dass es für immer eine unbezahlbare Erfahrung sein wird, die ich für mich machen konnte. Ich bin mit Sicherheit kein anderer Mensch hier geworden und glaube auch nicht, dass man mir die letzten Wochen in irgendeiner Form wirklich anmerkt. Aber ich weiß, dass es eine Menge in mir verändert  hat (und Mama mit ‚in mir‘ meine ich nicht, dass ich schwanger bin, keine Sorge :P) Ja auch jetzt weiß ich gar nicht mehr was ich schreiben soll…denn es ist unbeschreiblich. Im Moment gehen mir alle zwei Sekunden andere Gedanken und Bilder durch den Kopf und ich werde für mich noch einige Zeit brauchen um diese zu sortieren. Das Einzige was ich weiß, dass mich jetzt Deutschland wieder erwartet, dass ich dahin im Vergleich zu hier als, im materiellen Sinne, reicher Mensch zurückkehren werde. Aber ich weiß auch, dass ich durch Ghana um so unglaublich viel Unbezahlbareres reicher geworden bin…

 

...ich will gar nicht mehr weg :)

Montag, 16.09.2013

nun will ich endlich mal wieder etwas von mir hören lassen…mittlerweile ist das Leben hier für mich schon so zum Alltag geworden, dass es mir manchmal schwer fällt darüber überhaupt zu schreiben. Es passiert jeden Tag etwas neues aber dennoch fühle ich mich hier schon wie zu Hause und muss ehrlich gestehen, dass ich meinem Rückflug in nur einer Woche sehr traurig gegenüber stehe. Die letzten Tage im Projekt waren wirklich super schön. Ich hatte dann schon 8 Schüler, bzw. 5 Schüler und 3 Schülerinnen. Ich hab jeden Tag mit ihnen Englisch gemacht und ab und zu ein paar Brocken Deutsch. Die Stunden gingen dann immer 80 Minuten, aber die Zeit geht so unglaublich schnell herum. Es ist teilweise gar nicht so leicht, weil die Schüler zwar zum Teil mehr Vokabeln auf Englisch können, als ich und auch relativ gut informiert sind, über die Grammatik, aber dann so manche Kleinigkeiten, die wir bereits in der 5. Klasse in Englisch lernen oder eben auch in Deutsch in der Grundschule. Auswendiglernen können sie so unglaublich schnell, beispielsweise deutsche Vokabeln. Ich habe einen Menschen gezeichnet und die Körperteile beschriftet, bin diese mit ihnen zweimal durchgegangen und habe sie anschließend weggewischt Sie konnten diese sofort fehlerfrei an die Tafel schreiben. Sie können nach dem ich einmal bis 10 gezählt habe die Zahlen aufsagen. Das ist mir auf Twi bis heute nicht gelungen, nach mehrmaligem Wiederholen. Die Lehrer loben mich und Meike auch immer wieder, dass die Schüler sagen, der Unterricht würde ihnen Spaß machen. Sie lachen auch sehr viel mit uns während des Unterrichts und vielleicht macht es ihnen ja auch nur Spaß, weil sie von uns für falsche Antworten keine Peitschenschläge abbekommen. Warum auch immer, es macht Spaß sie zu unterrichten, man merkt ihnen an, dass sie Spaß haben und die Wiederholungen, die ich am Anfang des Unterrichts mache, zeigen mir, dass sie auch etwas lernen. Schade ist, dass ich immer noch nicht wirklich weiß, ob das überhaupt gut ist was wir da mache, in dem Sinne ob es ausreichend ist oder vielleicht viel zu langsam. Den Englischlehrer habe ich schon eine Weile nicht gesehen und von daher kann ich nicht einschätzen, ob wir 'gut in der Zeit liegen'. Obwohl meine Vermutung ist, dass es so etwas wie einen Lehrplan gar nicht gibt. Zwar sagen ein paar der Lehrer, dass es das gibt, aber so richtig weiß keiner was da drin steht. Die Schüler kommen dann in eine höhere Klasse, wenn sie eine Art Abschlusstest bestanden haben. Am Freitag haben Meike und ich dann doch einen Stundenplan bekommen. Meike unterrichtet weiterhin die Klasse 3 in Englisch und ich Klasse 2. Wir setzen uns gegenseitig in den Unterricht der anderen hinein und schauen zu. Zudem haben wir Dienstag und Donnerstag Nachmittag Deutsch in unseren Klassen. Mittwochs ist an sich kein Unterricht für uns, heißt wir werden den Tag nutzen um noch einmal in andere Projekte zu schauen.

meine Klasse :)

Die Nachmittage habe ich wie immer mit sehr viel Ruhe verbracht, heißt liegen am Strand, auf unserer Terrasse oder im Garten. Immer zusammen mit den Mädels und viel Gelächter. Einen Abend haben wir unserem Wachtman Deutsche Lieder gezeigt bzw. uns selbst welche auf Youtube angehört. Er hat ab und zu seinen kleinen Welpen 'Obruni' mit, wirklich zuckersüß der Kleine.  Freitag Mittag sind wir, Merkt, Janine, Laura Sina und ich zu einem kurzen Wochenendtrip aufgebrochen. Man merkt wirklich, dass wir voll in Ghana angekommen sind, denn so richtig geplant hatten wir nichts und einen Reiseführer haben wir auch vergessen. Aber No risk no fun… Wir sind, was an sich schon geplant war nach Ada aufgebrochen. Ada ist eine Stadt östlich von Accra, in der der riesige Voltasee ins Meer mündet. Hier wollten wir uns diese Mündung anschauen und Schildkröten, weil wir gelesen hatten, dass man die da zu sehen bekommt. Wir waren ungefähr 5 Stunden mit dem Trotro unterwegs und haben direkt unser 'Dremaland beach resort'  gefunden ohne Umwege, auch wenn wir uns zwischendurch nicht immer so sicher waren, ob wir auf dem richtigen Weg sind. Aber die Ghanaer sind, wie schon mehrmals beschrieben, unglaublich hilfsbereit und zeigen die immer den Weg. Ein Mann hat uns durch die halbe Stadt geführt als wir nach dem Weg zur Trotrostation nach Ada in Accra gefragt haben. Als wir in unserem Hotel angekommen waren, haben wir gefragt, ob es sich lohnt heute (es war gegen 17Uhr) noch etwas zu unternehmen und wo man denn die Schildkröten sehen kann. Eine Mitarbeiterin des Hotels erklärte uns, dass man die Nachts am Strand sehen kann und dass sie uns einen Tourgide besorgen kann, da es nicht erlaubt ist da alleine lang zulaufen. Dieser meldete sich für halb 9 an und somit hatten wir noch ein wenig Zeit an den Strand zu gehen und spazieren zu gehen. Ein wunderschöner Strand an sich, total verlassen, also abgesehen von uns nur 3 einheimische Jungs. Sehr schönes Wasser, aber wie immer jede Menge Plastiktüten und anderer Müll. Ein Kilometer langer Strand, an dem einfach nichts war. In Europa wären da wahrscheinlich schon unzählige Hotels aus dem Boden gestampft wurden.

Als wir zurück in unserem Resort waren, gab es Abendessen. Ich hab mir mit Merkt Nudeln geteilt und Yam mit Stew. In dem Hotel, gab es mehrere Bungalows. Außer uns habe ich niemanden da gesehen. Es war wirklich niedlich gestaltet, die Zimmer mit Doppelstockbetten aus Bambus. Nach dem Essen haben wir uns die Zeit mit Spielen vertrieben. Um 8 waren wir an sich alle schon bereit fürs Bett. Außergewöhnlicherweise waren unsere Guides pünktlich 8.30Uhr da. Sie haben sich alle vorgestellt und uns die drei Arten von Schildkröten gezeigt, die man am Strand sehen kann. Jedoch nur mit einer Chance von 50%. Die Schilds können bis zu 300kg schwer werden, also nichts mit niedlichen Kleinen, sondern eher dicke fette Brocken. Als er uns eröffnet hatte, dass wir jetzt 6km am Strand laufen, waren wir erst einmal etwas geschockt, da wir uns in dem Moment eher wie Bett gefühlt haben. Aber gut…nach einer Kurzen Fahrt im Auto sind wir bei völliger Dunkelheit mit zwei unserer Guides den Strand entlang gewatschelt. Leider haben wir trotz 2 Stunden Fußmarsch nicht eine Schildkröte gesehen :( Nur eine Spur von einer Schildi und ein riesiges Loch. Die Mamaschildkröten kommen ab und zu an Land und vergraben ihre Eier bzw. schauen ab und zu danach. Auch wenn wir kein Glück hatten mit den Schildkröten, fand ich den Spaziergang sehr schön. Es war einfach ein tolles Erlebnis an einem so langen und breiten aber verlassenen Strand mitten in der Nacht entlang zu laufen und das Meer, die Sterne und den Mond zu beobachten.

auf dem Auto sind wir hinten mit gefahren :) Nachts am Strand

Wunderschön war ebenfalls der Übergang von Meer zum Fluss bzw. Voltasee. Das sah wunderschön aus, mit den Palmen, einfach ein wunderschönes Stück Natur. Als wir zurück kamen, sind wir alle sehr müde in unser Bett gefallen. Die anderen Mädels haben teilweise super gefroren, weil sie keine Decken mit hatten und im Hotel gab es keine. Zum Frühstück gab es bei mir wieder einmal Pancakes und Rührei. An sich hatten wir überlegt noch eine Bootstour auf dem Voltasee zu machen oder aber weiter in Richtung Shai Hills fahren. Da wir während der Nordenreise bereits eine Paddeltour gemacht hatten und den See am Abend schon bewundert haben, haben wir uns für die Weiterfahrt entschieden. Die Shai Hills sind ein Reservat nordöstlich von Accra. Das Gebiet ist 40km2 groß und sieht aus wie die Savanne in König der Löwen :) Dort leben Paviane, Strauße (eingeflogen) Kobantilopen, Fledermäuse und und und. Wir sind Stückchenweise mit einem Taxi gefahren und haben uns dann immer wieder Natur und Tiere angeschaut. Gleich zu Beginn haben wir die Affen gesehen, die größer waren, als die im Norden und wesentlich freundlicher. Zwar haben sie sich untereinander ganz schön gezankt, aber uns gegenüber waren sie zurückhaltend und freundlich :) Wenn man mit geschlossenen Händen auf sie zugegangen ist, so als ob man etwas zu Essen hat, haben sie mit ihren kleinen Händen versucht die Faustaufzumachen. Ich habe meine Apfelgeopfert und immer wieder etwas Gras in die Hand genommen, damit sie sich dich gänzlich verargt fühlen. Irgendwann haben sie aber gecheckt, dass wir nur Gras haben und sind abgezogen. Zwischendurch sind wir auf Berge geklettert, auf denen früher die Shai Bewohner gewohnt haben. Das waren auch fantastische Ausblicke, die wir da gehabt haben. Es hat sich wirklich mehr als gelohnt, diesen Trip zu machen. Es war eine wunderschöne Landschaft und ein Kontrast zum Dschungel. Leider darf man das Reservat nicht alleine betreten, sonder wieder nur mit Guide und der war relativ teuer. Ansonsten hätte ich so gerne den ganzen Tag dort verbracht und mir einfach die Landschaft angeschaut.

unter bzw zwischen diesen Felsen haben die Shais geschlafen Ein Fels Durchgang zu einem anderen Schlafzimmer gefüllt mit FLedermäuschen

Rückwärts sind wir wieder mit Toreros gefahren. Auch diese Fahrten sind immer wieder aufregend, weil man andere Orte sieht und außerhalb von Accra befindet man sich schon wieder in einer ganz anderen Welt. Innerhalb von Accra sind wir unter anderem  an der AccraMall lange gefahren. Diese Gegend ist auch ziemlich, ich würde sagen Europäisch, also ein kompletter Kontrast zum Rest in Ghana. Am Abend haben wir alle zusammen gesessen und ein wenig gesüffelt. Es war erneut ein sehr lustiger Abend, wir waren noch einmal auf der Reggaenight und haben jede Menge getanzt. Sehr witzig war die Heimreise von ein paar Mädels, die eigentlich von einem mittlerweile bekannten Ghanaer nach Hause gebracht werden sollten. Der lag jedoch ziemlich betrunken und bekifft in seinem Auto und ist nicht wach geworden. Da hat Julia aus Spaß gesagt, sie könnte doch fahren und die Kumpels hielten dies für eine gute Idee. Respekt an Julia, dass sie die Kutsche bis zu unserem Haus geschaukelt hat, ohne Blessuren am Auto, was bei den Straßen hier wirklich eine Glanzleistung ist :)Den Sonntag haben wir wirklich gar nichts gemacht, außer in der Sonne liegen. Am Abend wieder das Abschiedspizzaessen wie jede Woche.
Den heutigen Montag war ich von halb 8 bis 8.50Uhr in der Schule und habe Englisch unterrichtet. Mittlerweile habe ich auch schon ganze 15 Schüler und Schülerinnen :)

sehr viel gelacht die letzten Tage

Dienstag, 10.09.2013

Die letzten Tage war ich ja nun endlich in meinem eigentlichen Projekt. Das Gebäude erscheint (zumindest von außen) sehr luxuriös im Gegensatz zu den Holzhütten, in denen sonst Unterricht stattfindet. Das liegt daran, dass es ursprünglich als Hotel gedacht war. Von Innen ist aber auch diese Schule, naja beschreiben wir es mal als Rohbau :) wo eben mittendrinne die Gänge einfach im Nichts enden… Da aber auch alle Lehrer sehr feingekleidet sind (Hemd und Schlips) und es ja immerhin eine International Senior Highschool ist, dachte ich, dass da ein anderer Ton angesagt ist.

Nachdem am Donnerstag der erste Schultag sein sollte, wurden wir aber auf Freitag vertröstet. Denn da kommen dann die Schüler und es findet ein Lehrer Meeting statt. Wir sollten ja unbedingt halb 8 in der Schule sein. Da saßen wir dann aber auch erst einmal eine Stunde alleine rum :D Wie erwähnt sollte das eigentlich so zwischen 9 und 10 beginnen. Da Meike auf Reisen war und Lauras Schule Freitag immer geschlossen hat in den Ferien, hat sie mich an diesem Tag begleitet. Zumindest bis 9 Uhr saßen wir deshalb zusammen im Lehrerzimmer und haben uns ein wenig die Schulbücher bzw. Hefte der Schüler durchgelesen. Dann hat jedoch (kleine Geschichte am Rande) die Frau angerufen, die Lauras Kreditkarte gefunden hat. Laura hat sich daraufhin mit ihr getroffen. Diese kleine Anekdote beschreibt sehr gut, wie unglaublich hilfsbereit und gutmütig die Menschen hier sind. Die Frau, die Lauras Portmonee gefunden hatte, hat sich bei Ebenezer unserem ‚Chef‘ gemeldet und dann über zwei Wochen immer wieder versucht einen Termin mit Laura auszumachen, damit sie es ihr zurück geben kann. Typisch Ghana hat das natürlich etwas gedauert. Aber am Ende ist sie fast bis zu unserem Haus gekommen, hat Laura mit zu sich genommen, ihr ihre ganze Familie vorgestellt, sie zum Essen eingeladen und ihr sogar noch etwas geschenkt. Sowohl die Kreditkarte als auch das Geld waren noch im Portmonee. Hand aufs Herz, wie viele Deutsche wären so ehrlich, würden sich dann auch noch die Mühe machen das Portmonee dahin zu bringen und denjenigen dann sogar noch beschenken!? Wirklich unfassbar liebe Menschen. Zurück zur Schule…da saß ich dann also alleine im Lehrerzimmer mit dem Direktor und anderen Lehrern. Was die so richtig da gemacht haben weiß ich auch nicht, an sich haben wir die ganze Zeit diskutiert, über die Kirche, Fußball und Hochzeiten. Irgendwann meinte dann der Direktor, dass das Meeting jetzt losgeht. So nach und nach sind dann alle in den Computerraum gepilgert. Nach weiteren 20 Minuten hat das Meeting angefangen. Die vier (!?) Direktoren der Schule saßen vorn am Lehrertisch und ich saß mit den restlichen Lehrern an den Schulbänken. Das Meeting wurde natürlich traditionell mit einem Gebet eröffnet. Anschließend hat jeder der vier Direktoren etwas erzählt. Das ist jetzt kein lustig machen, aber es war einfach echt unglaublich witzig, eben mal wieder so anders als bei uns. Schon als der erste Direktor angefangen hatte zu erzählen, ließ der erste Lehrer seinen Kopf auf den Tisch fallen und hat gepennt. Von jedem Lehrer hat mindestens einmal das Handy geklingelt. Manche sind daraufhin raus gegangen und nach geraumer Zeit wieder gekommen. Einer ist einfach sitzen geblieben und hat telefoniert, bis der Direktor zu ihm meinte, dass das stört und ob er nicht draußen weiter machen könne. Ich glaub, die einzige die wirklich weiß, was da erzählt wurde bin ich. Auch die Themen, die da besprochen wurden. Wenn der Direktor das zum Teammeeting während meines Referendariats erzählen würde, würde ich mich umdrehen und nach der versteckten Kamera suchen. Es ging größten Teils darum, dass die Lehrer bitte keine Gerüchte in die Welt setzen sollen. Dass man bei Problemen direkt auf den Kollegen zu gehen soll und mit ihm darüber sprechen soll. Dass aber nicht bei jedem kleinen Problem der Direktor informiert werden soll, sondern dass die kleinen Probleme möglichst unter 4 Augen geklärt werden. Außerdem, dass die Lehrer bitte pünktlich sein sollen, da sie ja Vorbildfunktion haben. Insgesamt alles Themen, die ich als Lehrer auch ansprechen werde und zwar dann, wenn ich mal eine 1. Klasse übernehme ;) Wirklich putzig. Das hat dann jeder der 4 Direktoren einmal erzählt. Wir wurden außerdem alle einander vorgestellt, da es abgesehen von mir noch drei neue Lehrer gab. Insgesamt sind es an der Schue scheinbar 15 Lehrer, denn ein paar waren noch nicht da. Die Direktoren vermuteten, dass die krank sind oder noch im Urlaub :D Am Ende sind wir alle im Raum rumgelaufen und haben einander die Hände geschüttelt. Danach saß ich noch etwas mit Phillip dem Deutschlehrer zusammen. Denn der Direktor wollte mir noch sagen, wann ich Montag wieder kommen soll, bräuchte aber noch 5 Minuten Zeit um mit den anderen Direktoren etwas zu bequatschen. Ich konnte mir schon denken, dass es nicht bei den 5 Minuten bleibt und war auch nicht sonderlich nervös. Phillip aber hat sich irgendwann pausenlos aufgeregt, dass es ihn ja so an den Ghanaern aufregt und dass er sich voll an die Deutsche Pünktlichkeit gewöhnt hat und mit diesem Rumgemähre überhaupt nicht klar kommt. Ich hab sehr gelacht. Durch das Rumgesitze im Lehrerzimmer direkt unter dem Ventilator, hat es mich Freitagabend ziemlich entschärft. Ich hatte ja aber Ebenezer zugesagt mit ihm, Laura, Julia und Tommy am Samstagmorgen zu einem Projekt in Jamestown zu fahren. Also hab ich mich Samstag um 6 aus dem Bett gequält und wir sind da hin gedüst. Die Kinder in diesem Projekt kommen aus den Slums. Dieses Projekt ist eine Organisation, die sich dafür einsetzt, dass die Kinder lesen und schreiben lernen. Die Ghanaer selbst sagen, dass die Menschen in den Slums wie wilde Tiere leben. Man kommt da nicht hinein, außer man wohnt da oder man ist direkt in so einem Projekt involviert. Es ist jedoch den Beschreibungen zu folge wirklich grauenvoll. Die Ghanaer sagen, dass man auch als ‚Nicht-Slum-Bewohner‘ wahrscheinlich nicht wieder lebend daraus kommt. Teilweise sind die 12 oder 14 jährigen Mädchen in der Schule zusammen mit ihren eigenen Kindern. Jedenfalls sind wir an diesem Tag in einer Parade durch die Stadt gezogen um auf diese Organisation aufmerksam zu machen. Wortwörtlich mit Pauken und Trompeten sind wir mit den Kids durch die Stadtgezogen. War interessant, weil man so auch noch mal Ecken der Stadt gesehen hat, die man sonst wahrscheinlich nicht sehen würde.

Anschließend bin ich mit Laura nochmals zum Arts Center und zum Maggiehaus, ein wenig Lebensmittel und Souvenirs kaufen. Da das Getoure durch die Stadt ohnehin immer anstrengend ist und ich ja zudem erkältet war, hab ich mich als wir Mittag Heim gekommen sind wieder ins Bett gehauen. Abends bin ich trotzdem mit den Mädels nochmal zum Strand zur Reggaeparty. War aber für mich diesmal nicht so der Brüller, einfach weil ich mich nicht so wohl gefühlt hab. Sonntag hab ich den ganzen Tag nur mit herumliegen verbracht, da mich die Erkältung echt ganz schön geplättet hat. Janine und Merit haben unserem Watchman für umgerechnet 4 Euro einen Welpen am Strand gekauft. Der war sowas von niiiiiedlich. Der wurde dann ‚Obruni‘ getauft :) Am Abend kam JayJay und hat noch nachträglich endlich für uns gekocht, was er eigentlich die Woche vorher schon machen wollte. Ging nur nicht, da er Malaria hatte. Er hat Jollofrice gemacht und es war super lecker. Montag sollten wir ja wieder gegen halb 8 in der Schule sein, da ja da eigentlich der Unterricht anfangen soll. Laura hat uns noch einmal begleitet, weil am Montag ihre Schule wieder nicht stattgefunden hat. Begründung: Die Lehrer wollten doch noch einen Tag länger Ferien, weil sie irgendwie doch noch nicht so richtig ausgeruht sind. Zu herrlich. Kommt jedoch nicht an meine Begründung Nummer eins für Schulausfall heran. Eine Lehrerin meinte an einem Freitag zu ein paar Mädels: Am Montag komme ich aber nicht, da fällt die Schule aus, denn am Montag bin ich müde. So geil. Naja aber wie ihr an den Begründungen für das gar nicht Kommen der Lehrer erkennen könnt, ist es hier nicht nur Uhrzeittechnisch flexibel wann man kommt, sondern auch in Bezug auf die Tage. Denn am Montag waren, o Wunder, immer noch keine Schüler da, bzw. glaub ich nur 3 oder 4. Wir sollten ja ohnehin mit dem Englischlehrer erst einmal abklären, was wir überhaupt unterrichten sollen. Bevor der jedoch in die Schule kam, saßen wir wie immer im Lehrerzimmer rum und haben gequatscht. An sich hieß es schon seit Donnerstag jeden Tag, dass wir –heute- einen Stundenplan bekommen. Da das natürlich am Montag immer noch nicht der Fall war und in dem Lehrerzimmer so ein komischer Tisch steht, an dem wir wie eine Jury saßen, meinte Meike dann irgendwann so ganz niedlich und in der Tonlage wie Heidi Klum: ‚Wir haben heute leider keinen Stundenplan für dich‘. Sicherlich für euch nicht ganz so witzig, wie halt Situationskomik so ist, aber wir haben sehr gelacht.

die Jury :D

Der Englischlehrer trudelte dann auch irgendwann ein und war anfangs sehr strange. Seine erste Frage war, was wir denn überhaupt über Afrika gesagt bekommen, was wir so über das Land denken und ob es stimmt, dass wir Menschen mit seiner Hautfarbe nicht mögen. Als wir ihm erklärt haben, dass das nicht (mehr) so in Deutschland ist, hat er uns weiter ausgefragt. Wir habend den ganzen Nachmittag eigentlich nur über Ghana und Deutschland gesprochen. Er hat sich bei vielen Themen mehr als scheckig gelacht, beispielsweise, dass man in Deutschland jeden Tag zur Schule kommt, dass es in Deutschland an sich ‚nichts‘ kostet wenn man studiert, bzw. dass es nicht mehr kostet wenn man Jura oder Medizin studieren will. Sehr traurig war, und das ist mir leider schon oft aufgefallen, dass sich die Menschen hier selbst in jeglicher Hinsicht unter uns stellen. Er meinte sie müssen noch so viel tun, damit sie so sein können wie wir. Wir haben ihm versucht zu erklären, dass es uns in vielen Hinsichten sicherlich besser geht, dass aber das ganze Geld auch seine Schattenseiten hat. Oder besser gesagt, dass vieles an ihrer Kultur aus unserer Sicht viel besser ist. Beispielsweise die Herzlichkeit und die Ruhe in allem was sie tun. Wir haben ihm versucht zu erklären, dass in Deutschland so gut wie jeder immer nur gestresst ist und viele davon krank werden. Aber das hat er alles nicht verstanden. Er empfindet es als wesentlich besser, dass wir immer pünktlich sind. Die Krankheit ‚Burnout‘ kannte er nicht. Und das Gespräch an dieser Stelle weiter zu führen wäre genauso sinnlos gewesen, wie neulich als wir einem Ghanaer versucht haben zu erklären wofür wir Sonnencreme verwenden, da er Sonnenbrand nicht kannte. Naja wenigstens konnten wir ihm erklären, dass wir kein Problem mit seiner Hautfarbe haben und als wir ihm gesagt haben, dass mehr Farbige in Deutschland leben als Weiße in Ghana, hat er auch wieder gelacht, weil er es nicht glauben wollte. Er hat uns schließlich zwei Bücher zur Unterrichtsvorbereitung mit gegeben und uns gesagt, wir könnten uns morgen erst einmal eine Stunde von ihm anschauen und dürften dann zu zweit die Klassen unterrichten. Am Nachmittag haben Meike und ich grob den Unterricht geplant. Einmal zu Präpositionen und einmal zum Schreiben einer Argumentation. Dann haben wir Mädels im Garten Waterpackschlacht gemacht und mit Tommy Zielwerfen gemacht zum Zeitvertreib. Abends hat unser Watchman mit seiner Frau, die bei uns Putzfrau ist gekocht. Es gab Kasawa mit Stu und Plantains ;) Sehr sehr lecker.

Stu Plantains Kasawa

Danach haben wir gemerkt, dass wir scheinbar zu viel Hitze abbekommen haben, denn wir haben sehr herzlich über sehr sinnlose Sachen gelacht. Haben Linnea, unseren ‚Neuzugang‘ begrüßt und sind schlafen gegangen. Naiv wie wir sind, sind Meike und ich natürlich wieder halb 8 in der Schule aufgeschlagen. Natürlich wieder als Erste. Nach dem gegen 8 einer der Direktoren das Lehrerzimmer aufgeschlossen hat, haben wir uns erst einmal wieder da hingesetzt und gechillt. Ein Direktor fragte ob wir nicht vielleicht auch Physik und Chemie unterrichten könnten. Ich, die Chemie schon auf Deutsch nicht verstanden hat, soll das auf Englisch unterrichten- nein danke und Meike geht’s da genauso. Der Direktor fand das nicht so gut, immerhin muss dann der Unterricht ausfallen, da der Lehrer noch nicht aus seinem Urlaub zurück ist. :D Dann kam der Direktor und meinte so, du machst jetzt Deutsch in der Klasse und du Englisch in der anderen Klasse. Da haben wir uns angeguckt und meinten, mh eigentlich wollten wir uns gerne erstmal eine Stunde vom Englischlehrer anschauen und dann wurde abgemacht, dass wir beide zusammen eine Klasse unterrichten. Da rannte der Direktor kurz raus, kam wieder rein und meinte, ne das machen wir jetzt so. Naja gut da blieb uns nichts anderes übrig. Ich bin dann in die eine Klasse, immerhin mit 6 Schülern besetzt, alle im Alter zwischen 14 und 16 Jahren. Meike ist in die andere Klasse in der ganze 9 Schüler saßen, im Alter von 16 bis 21. Damit hatten wir zu zweit alle Schüler der eigentlich 85 (so viele sind es ungefähr, denn wie viele genau weiß keiner) abgedeckt, während der Rest der Lehrer im Flur stand und Kaffeekränzchen gehalten hat. Vom Englischlehrer, der am Tag zuvor steif und fest behauptet hatte immer schon halb 7 da zu sein, war keine Spur. Er tauchte halb 10 auf, als wir unsere Stunden gerade beendet hatten. Etwas verwirrt war ich ebenfalls, da es am Tag vorher noch hieß eine Stunde geht 45 Minuten. Ich sollte jedoch 60 Minuten machen. Hat aber alles soweit geklappt mit den Präpositionen. Die Schüler haben gut mitgearbeitet und anschließend auch mein Englisch gelobt, zwar nicht mir gegenüber, aber dem einen Lehrer, der es mir dann erzählt hat. War auch sehr niedlich zu sehen, was die Jungs in Ghana so für Beispielsätze bilden, wenn sie dazu aufgefordert werden. :) Sehr romantisch die Jungs hier. Aber eben auch im Alter von 14 Jahren schon sehr aufgeschlossen, denn nach dem Unterricht wurde ich nicht nur erneut nach meinem Namen, sondern ebenfalls nach meiner Handynummer gefragt. Nach der Stunde hat uns der Englischlehrer begrüßt und gefragt, wie es uns gefallen hat und hat uns gefragt ob wir jetzt heim wollen. Wir haben beide gesagt, dass wir auch gerne noch eine Stunde machen können. Der Direktor meinte allerdings es sei jetzt eh erst mal bis 12 Mittagspause und wir sollten doch lieber dann noch mal wieder kommen, dann könne er uns auch den Stundenplan geben. Wir sind also nach Hause gestiefelt. Da war ich nochmal bei der Schneiderin um mir was nähen zu lassen, hab Wäsche gewaschen, bisschen mit unserem Watchman gequatscht und Mittag gegessen. Als wir wieder in der Schule ankamen, sollten wir zunächst wie immer ins Lehrerzimmer und warten. Da haben wir die eine Lehrerin, die gleichzeitig Sekretärin ist gefragt was jetzt passiert. Sie sagte uns, dass wir noch eine Stunde halten könnten und dass die 12.10 Uhr beginnt. Daraufhin meinte der Englischlehrer, der mit im Raum stand, dass um diese Zeit die Pause beginnt…und ja dann brach eine Diskussion aus, um welche Zeit denn eigentlich der Unterricht beginnt bzw. wann dieser endet. Man war sich auch nicht mehr wirklich einig, wie lange denn eine Stunde nun dauert – 40 Minuten oder 45 Minuten, nein 60 Minuten. Irgendwann ist der Englischlehrer einfach gegangen. Die Lehrerin/Sekretärin meinte sie hat dann ab 12 Uhr Unterricht und fragt mal für uns nach ob wir noch was tun können. Da haben wir sie darauf hingewiesen, dass es aber schon 10 nach 12 ist und ihr Unterricht demzufolge schon am Laufen ist. Nach einem kurzen ‚Oh‘ ist sie aufgestanden und sagte wir sollten mit kommen sie schaut mal wo wir unterrichten könnten. Als sie kurz in ihren Klassenraum gelaufen ist, hat sie festgestellt, dass nur noch eine Schülerin da war, die dann aber auch aufgestanden und gegangen ist. Naja gut, also hatte sich das für sie erledigt. In der anderen Klasse hat ein Lehrer dann schon Mathe unterrichtet, also sagte sie wir könnten dann doch wieder gehen. Als wir vor hatten zu gehen, kam einer der Direktoren auf uns zu gerannt und fragte (in einer ziemlich mürrischen Art, die er aber immer und jedem gegenüber drauf hat) wo wir hin wollen würden, immerhin sei die Schule erst um 3 Uhr zu Ende. Daraufhin sagten wir, dass wir auch gerne noch eine Stunde halten könnten. Er meinte, dass das nicht nötig sei, weil ja schon Lehrer in den Klassen sind. Da haben wir festgestellt, dass wir dann ja aber gehen könnten was er aber wieder verneint hat, da die Schule ja erst um 3 zu Ende ist, Die Lehrerin hat sich dann eingemischt und auf Twi mit ihm geredet. Scheinbar hat sie ihm verklickert, dass unsere Anwesenheit dann aber überflüssig ist, denn er meinte auf einmal: ok, dann bis morgen… alle verwirrt, total verplant oder was auch immer. Jedenfalls trotzdem super freundlich und zuvorkommend. Es wird sich sehr oft bei einem bedankt, die Lehrer und auch die Schüler zeigen großes Interesse an unserer Kultur und wollen wirklich das Beste für einen. Trotzdem haben Meike und ich auf dem Heimweg vor Lachen Tränen in den Augen gehabt, einfach wegen des krassen Gegensatzes zu Deutschland…in Ghana kommen die Lehrer, so wie die Schüler dann wann sie wollen und der Unterricht geht auch so lange wie man denkt. Der Großteil der Lehrer steht eigentlich nur auf dem Gang rum oder chillt im Lehrerzimmer. Aber am Ende schaffen dann doch alle die WASSCE…eine Art Abitur, was in ganz Westafrika gleich ist. Es hat sehr viel Spaß gemacht die Schüler zu unterrichten und ich bin gespannt, was mich morgen erwartet. Wir wurden auch schon gefragt, ob wir nicht Shakespeare mit den Kids behandeln wollen…klar nichts lieber als das;)

dear Germans: there is no hurry in life...

Donnerstag, 05.09.2013

Am Dienstag war ich nochmals mit Merit und Dani in ihrem Projekt, auch einer Grundschule. Wir waren in der Klasse der ganz Kleinen, da sind sie zwischen 2 und 6 Jahren gewesen. Die Lehrerin meinte dann zu uns nun macht mal, bringt ihnen irgendetwas bei. Merit hatte die Tage zuvor auf A4 Blätter die Buchstaben geschrieben und versuchte nun den Kindern diese bei zubringen. Mittendrin haben wir uns überlegt, dass wir besser erst mal mit den Zahlen bis 10 anfangen, da das weniger Sachen zu lernen sind :) Merit hat die Zahl gezeigt, gesagt wie sie heißt und die Kinder wiederholen lassen, ich habe die jeweilige Anzahl an Fingern nach oben gezeigt und sie sollten mir diese ebenfalls zeigen. Die meisten Kinder haben gar nicht wirklich zugehört, was jedoch mehr daran lag, dass sie gar kein Englisch verstehen sondern nur Twi oder daran, dass sie erst zwei oder drei Jahre alt sind. Einer der Jungs war neu in der Klasse und er sprach mit niemandem, einschließlich der Lehrerin. Wir wussten nicht einmal seinen Namen. Ein kleiner Junge Namens Davis war sehr interessiert an den Zahlen, hat jedoch leider so laut geschrien, dass man die anderen Kinder kaum verstanden hat. Der kleine Jonathan war der Jüngste in der Klasse und der hat eigentlich die ganze Zeit auf dem Tisch gelegen und geweint :( Bis ich ihn auf den Schoß genommen hab, dann ging es irgendwann. Aber Merit meinte, er braucht immer erst seine Zeit bis er auftaut.

Davis Jonathan am schlafen :) das ist kein Pferdestall sondern die Schule ;) ...Der, dessen Name nicht genannt wurde...

Wenn man die Zahlen mit den Kindern durchgeht, also sie zählen lässt, können sie die Reihenfolge der Zahlen, aber ein Zahlenverständnis hat bei keinem der Kinder wirklich existiert. Wenn man auf eine beliebige Zahl zeigt, haben sie keine Ahnung was dieses Symbol bedeutet, egal wie oft man es wiederholt. Die Lehrerin hat dann auch ein wenig mitgemacht. Sie hat den Kindern kleine Tafeln ausgeteilt und hat versucht ihnen die Zahl Null bis Zwei beizubringen. Die etwas älteren Kinder, also 5 und 6 Jahre haben die Zahlen auch sehr gut abschreiben bzw. selbst schreiben können, aber bei manchen Kindern hat nicht einmal der Kreis, also die Null funktioniert. In der Pause haben die größeren Jungen – na klar- Fußball gespielt. Die Kleineren haben sich gegenseitig auf dem Karussell gedreht bzw. an uns rumgekrabbelt, insbesondere an meinen Haaren. Die finden die hier natürlich alle total toll.

Am Nachmittag waren wir mal wieder am Strand. Haben uns eine gemütliche Ecke gesucht, was gar nicht so leicht ist, weil das Wasser meistens alles vom Sand verschlingt. Im Wasser kamen wir meistens wieder aus dem Lachen nicht raus, da uns das Wasser immerzu die Füße weggezogen hat. Nicht so schön ist gewesen, dass diesmal sehr viele Plastiktüten im Wasser waren, die dann am Bein kleben. Da in dem Meer auch gerne ab und zu Wasserschlangen in ihr Unwesen treiben, erschrickt man sich natürlich jedes mal wieder, wenn sich irgendwas um den Fuß wickelt.

so schön kann der Strand sein... ...aber an vielen Stellen sieht es auch so aus.

Nach dem Strand sind wir bei Joyce eingeladen gewesen zum Abendessen. Joyce ist die Frisörin ;) Es gab Redred und nach dem ich es zum zweiten Mal gegessen habe, kann ich wirklich sagen: das wird nicht mein Leibgericht. Für mich schmeckt das einfach nur nach Erdnusspampe und das obwohl da nicht eine Erdnuss drinne is :D Die Plantains sind ganz ok aber der Rest...Nein Danke. Aber Einigen hat es wieder richtig gut geschmeckt. Also ist es wortwörtlich Geschmackssache. Mittwoch bin ich Früh mit Meike Laufen gegangen. Meike ist blond, meine Figur, 1,60m klein, Leichtathletin, will Sport und Englisch studieren :D fand ich witzig. Wir sind jetzt auch zusammen in einem Projekt. Nach dem Laufen wollten wir eigentlich direkt an den Strand und den letzten freien Tag vor dem Start unseres richtigen Projekts zum Chillen nutzen. Aber irgendwie saßen wir dann doch auch wieder bis 3 Uhr im Haus :) Ebenezer (Der Chef von Praktikawelten innerhalb von Ghana und Togo) hat Tommy mitgebracht. Tommy war schon mal als Volunteer in Ghana und ist jetzt wieder hier für drei Wochen, um in einer Schule eine Wasserleitung aufzubauen. Er studiert Sport und Deutsch in Kiel....irgendwie ist das hier eine Sammelstelle für angehende Lehrer :) Meike, Janine, Tommy und ich haben uns etwas über Ghana unterhalten...

Irgendwann haben wir uns dann doch zum Strand begeben. Diesmal insgesamt mit 13 Mädels. Da war es schon schwerer einen Platz zu finden und die Mädels, die ganz unten am Strand lagen sind dann auch leider weggespült wurden xD Zum Abendbrot sind wir in unser Stammrestaurant gegangen und haben Salat und Sandwichs gegessen.

Heute Früh wollte Matilda uns um 9 abholen und endlich in mein eigentliches Projekt bringen. Um 9 hat sie angerufen, dass es 10 wird und gegen 11 sind wir dann gestartet ;) Wir sind die ersten Volunteers in dieser Schule, da diese noch sehr neu ist. Die waren sehr froh, dass wir ihnen unter die Arme greifen. Wir werden wahrscheinlich Englisch und Deutsch und eventuell mal Sport unterrichten. Eigentlich saßen wir da heute nur zwei Stunden rum, da die ersten zwei Tage nur zum Putzen der Schule geöffnet ist und kaum Kinder da sind. Zwischendurch hat sich uns Phillip vorgestellt. Phillip ist ein etwas älterer Lehrer gewesen, (obwohl ich mit älter lieber vorsichtig bin, da man sehr schwer einschätzen kann, wie alt die Menschen hier so sind) der schon ein paar Jahre in Deutschland gelebt hat und auch gut Deutsch gesprochen hat. Der Direktor meinte dann er erstellt heute irgendwann den Stundenplan und morgen ist dann ein Meeting, wo er uns den Lehrern vorstellen will. Das war auch wieder so typisch Ghana...ein paar Lehrer kamen heute vorbei und haben gefragt wann es morgen los geht. Die Antwort darauf war das Meeting beginnt so zwischen 9 und 10 Uhr :D Meike und ich sollen aber trotzdem lieber mal halb 8 da sein. Bin ich gespannt was wir dann da machen bis dahin, meine Vorstellung ist: sitzen und warten :)

Zum Thema warten einmal ein kleiner Denkanstoß für euch in Deutschland:

Das witzige ist, dass ich dazu auch in den letzten Tagen einen Artikel in der Neon gelesen habe und wir Mädels haben ein wenig darüber diskutiert. Es geht darum, dass wir jede noch so kurze Zeit die wir warten als negativ empfinden. Dass sich fast jeder darüber aufregt Stress und keine Zeit für sich zu haben. Aber, dass man alleine bei kurzer Zeit wie beim Hochfahren des Laptops manchmal an die Decke geht, weil es angeblich so lange dauert. Aber ganz ehrlich - wird denn die Zeit kürzer wenn man sich darüber aufregt, dass es so lange dauert!? Ist es denn Stress auf einem Stuhl zu sitzen und einen Bildschirm anzuschauen? Ich würde mittlerweile gerne so gut wie jeden mal nach Ghana schicken, denn wenn man irgendwo das geduldig sein lernt, dann hier. Und ohne Geduld kommt man hier nicht weit. Ein Trotro, also der Bus, fährt hier erst dann von der Starthaltestelle los, wenn alle, und ich meine alle, Plätze besetzt sind. Das heißt, man sitzt mitunter 15 Minuten oder eben auch mal eine halbe Stunde bevor man los fährt. Mir ging es hier die ersten Tage definitiv nicht anders und mit jeder Minute die ich irgendwo warten musste, bin ich nervöser geworden. Ich kann ja selbst nicht mehr warten...wie ich es hasse an der Bahn zu stehen und dann steht da bei der Anzeige noch 2 Minuten. Ja und dann steht man da...und aus 2 Minuten werden gefühlt 5. Ein Deutscher würde sich jetzt wenn die Bahn sich tatsächlich verspätet innerlich aufregen. Darüber nach denken, dass der Chef bestimmt super wütend sein wird, wenn man zu spät kommt. Man würde alle paar Sekunden nervös aufs Smartphone starren und genervt hin und her tappeln. Kommt die Bahn davon schneller? Ein Ghanaer würde sich hinsetzen und ein Gespräch mit jemandem anfangen. Sich dann so ins Gespräch verwickeln lassen, dass er erst die übernächste Bahn nimmt. Allgemein ist, wie ich schon oft beschrieben habe, hier alles sehr entspannt, was einem als Deutsche zwar oft nervt, aber für die Gesundheit wahrscheinlich wesentlich besser ist. Man kann das Leben der Ghanaer nicht auf unseres übertragen, genauso wenig wie es andersrum funktionieren würde. In Deutschland kann man nicht warten bis die Bahn voll ist weil man wahrscheinlich beim dritten Mal zu Spät kommen an der Arbeit eine Abmahnung bekommt. Es ist auch nicht so, dass ich diese 'komm ich heute nicht, komm ich morgen' Einstellung perfekt finde. Aber sie ist wesentlich angenehmer, als unser gestresstes Dasein in Deutschland. Auch wenn es nicht auf das generelle Leben übertragbar ist, denke ich, dass es von Vorteil wäre die Zeit, die wir so oder so warten müssen, wie z.B. während des Hochfahrens des Computers, als positiv zu empfinden, anstatt als belastend. Also versucht einfach das nächste mal, wenn ihr genervt seit, weil ihr auf irgendetwas warten müsst, sei es an der Kasse im Kaufland oder an der Bahnhaltestelle, an mich zu denken. Nehmt euch die Zeit um einen Tagtraum auszuleben, Menschen zu beobachten oder einfach die Landschaft, lasst eine schöne Erinnerung wieder aufleben oder was auch immer. Aber liebes Deutschland, du bist sowieso Dauer gestresst, also nutze doch das Warten zum entspannen ;) Ich hoffe sehr ich töne jetzt hier nicht nur großkotzig rum, sondern behalte meine Einstellung selbst bei wenn ich wieder zurück bin. Denn ohne Witz, ich habe lange nicht mehr so viel Zeit für mich gehabt wie hier in Ghana, seit dem ich mich an das Warten gewöhnt habe, Daran gewöhnt habe einfach doch noch eine halbe Stunde länger im Garten liegen zu bleiben obwohl ich doch eigentlich schon längst los gehen wollte. Und ich habe hier genauso einen 'Job', muss einkaufen, Wäsche waschen, mein Zimmer sauber halten und und und. Aber wenn man will kann man sich die Zeit nehmen, man muss es nur tun ;) Sehr niedlich finde ich das Sprichwort, was die Ghanaer oftmals sagen: 'Ihr Europäer habt die Uhr, wir Afrikaner haben die Zeit'
Das war's jetzt auch mit SaskiasSuperStress Tips....good night white pride ;)

sing Halleluja :)

Montag, 02.09.2013

Am Freitag war ich das letzte Mal in meinem bisherigen Projekt. Am Morgen hab ich geholfen die Kinder zu baden, was für die Kleinen immer nicht ganz so angenehm ist, da das Wasser halt sehr kalt ist und die keine Handtücher haben. :( Dann haben wir diesmal mit den Jungs geknetet. Die waren wirklich wesentlich kreativer als die Mädels. Wir haben uns in einem der Klassenräume verbarrikadiert, damit es wirklich nur bei 6 Kindern bleibt. Anderenfalls würden alle durcheinander brüllen und sich wahrscheinlich die Knete aus den Händen reißen. Aber als irgendwann super viele Kids unsere Blockade an der Tür durchbrochen haben, hatten wir keine Lust mehr und haben die Aktion abgebrochen. Dann hab ich ein wenig mit den Kindern ihre Zimmer aufgeräumt. Wir haben noch Brot gekauft, damit die Kinder mal was anderes bekommen, außer Schleim. Naja und am Ende halt große Verabschiedungsrunde von allen Mäusen :/

  schlafraum der ganz Kleinen (mittlerweile mit Betten) 'Hausflur' aber auch mit Betten Schlafraum der größeren Mädels

Am Nachmittag ist nicht wirklich viel passiert, außer hübsch machen für den Strand. Da ist nämlich am Freitagabend ein typischer Afrikaabend mit Musik, Tänzen und Akrobatik. War wirklich gemütlich und interessant. Die haben da halt getrommelt und gesungen und ein paar Männer und Frauen haben dazu getanzt. Waren so typische 'Regentänze' würde ich sagen. Die Akrobatikshow war eine Mischung aus Bewunderung und Ekel. Die haben sich wie Brezeln verbogen und Kraftübungen àla einer steht bei dem Anderen auf dem Kopf gemacht. Vor allem der Sohn des einen Akrobaten, der so ca. 12 Jahre alt war, hat es unglaublich drauf gehabt. Hat Handstand gemacht und dann bestimmt zwanzig Liegestütze, super viele Salti und Spagat und so.Anschließend war wie immer ein Lagerfeuer am Strand. Unter anderem hat sich natürlich wieder eine Gruppe von Männern an uns herangepirscht. Als sich die Polizei genährt hat, sind die aber wie von Zauberhand in ihren dicken Autos verschwunden, so schnell konnten wir nicht gucken. Was die wohl zu verbergen hatten...;)

vorm an den Strand fahren so sieht da ein Schnaps aus...alles in Tüten

Samstag nach dem Aufstehen bin ich mit Janine zu Joyce, der Frisösin gegangen. Die flechtet den Mädels Rastas und an diesem Tag war Monika an der Reihe. Da das so zwischen 3 und 5 Stunden dauern kann, haben wir ihr etwas Gesellschaft geleistet. Nach dem Mittag sind Merit, Janine, Jana und ich mit dem Trotro nach Osu gefahren. Osu ist eine Art Stadtteil von Accra und zwar ein 'reiches' Viertel. Heißt erstens schon wesentlich mehr Häuser, die unseren ähneln und zweitens wesentlich mehr Obrunis. An sich, wenn man bedenkt, dass hier die Reichen wohnen und es die Hauptstadt ist, für mich trotzdem nicht vergleichbar mit Berlin oder London. Einfach wie alles hier anders :)

Hauptstraße in Osu

An den Straßenrändern sind trotzdem die typischen Stände, mit Holzfiguren, Schmuck und allem möglichen KrimsKrams. Wir waren da kurz im Koala, ein Supermarkt, in dem es wesentlich mehr und halt die typischen europäischen Produkte gibt. Naja und dann haben wir uns so noch ein bisschen im Viertel umgeschaut, ein paar typische Köstlichkeiten probiert und sind wieder zu unserem Haus gefahren. Abends war eigentlich wieder Reggaenacht geplant, aber am Ende bin ich doch ins Bettchen gegangen :) Sonntag Früh hat es geregnet. Und was macht man an einem verregneten Sonntag in Ghana? Richtig, man besucht hier einfach mal wie alle anderen die Kirche.

Diese kann ich an sich mit genau 3 Wörtern beschreiben: laut, verrückt und bunt. An sich wollte unser Watchman uns um 9 Uhr abholen. Halb 10 sind wir los und sind dann sozusagen mitten in den Gottesdienst geplatzt oder wie man da hier auch nennt. War aber nicht schlimm, denn da kam irgendwie jeder wie er wollte. Die Kirche war eine Art Halle mit Säulen, die mit bunten Tüchern geschmückt waren. Die Stühle waren so Plastikstühle, wie man sie bei uns aus dem Garten kennt. Im Hintern Teil der Kirche standen drei Bürostühle auf denen Männer saßen, die aussahen wie Mafiabosse :) Das hat Monika auch gesagt und die kommt aus Italien, also muss sie das wissen :D Dann ist es hier so, dass jeder mal irgendwie was sagt. An sich gab es einen der die ganze Zeit wie eine Art Moderator zwischen den ganzen Teilen gesprochen hat. Dann hat immer mal ein anderer Priester eine Predigt gehalten. Zum Beispiel darüber, dass Gott dir immer bei steht, du aber selbst deine Möglichkeiten nutzen musst. Zwischendurch wurde immer mal wieder gebetet. Danach hat eine Frau gesungen, ein Mann Schlagzeug gespielt (aber sowas von überhaupt nicht im Takt und auch irgendwie total unryhthmisch) ein paar Frauen im Background, ein paar haben gerasselt. Dann auf einmal hat jeder angefangen irgendetwas in einem Singsang zu beten. Alle standen mit geschlossenen Augen da, haben gebetet bzw gesungen und getanzt. An sich kam ich mir vor wie in einer Sekte und es war einfach nur fürchterlich laut und nicht schön. Als der Teil vorbei war wurde wieder vom Priester gepredigt, zwischendurch immer mal Geld gespendet und Natürlich immerzu 'Halleluja und Amen' gerufen. Danach war alles wie eine Party, zunächst sind die Frauen nach vorne gekommen, wir natürlich auch und haben getanzt, dann die Männer und am Ende alle zusammen. Das war wirklich lustig und hat riesen Spaß gemacht. Und die können hier halt alle auch sehr gut tanzen und ihren Booty shaken...da sahen wir mit unseren abgemagerten Europäerpopos ziemlich dünne aus. Ein paar haben dazu gesungen und das Schlagzeug klang diesmal auch gut. Monika hat einige Videos gemacht, die ihr euch unbedingt anschauen müsst. Dann kam der Kracher...Obrunis sind hier ja nicht jeden Tag Gast in der Kirche, also hatten wir die Ehre vor zu kommen, ein Lied zu singen und uns vorzustellen. Wir haben uns natürlich alle 'nen Kopf gemacht, welches Lied wir da jetzt singen aber bubbs hatte ich das Mikro in der Hand und musste zum Glück erst mal nur sagen wer ich bin und was ich in Ghana mache. Zudem sollte ich sagen, an welchem Tag ich geboren wurde. Nachdem ich Freitag gesagt hab, kamen auf einmal 4 Leute auf mich zu gerannt haben mir die Hand geschüttelt und mich umarmt. :D Das haben sie dann bei den anderen Mädels auch gemacht, also immer die die am gleichen Tag geboren wurden, kamen nach vorne gerannt und waren voll aus dem Häuschen. Hier in Ghana hat der Wochentag der Geburt eine große Bedeutung, deswegen ist auch der zweite Name oft danach benannt. Naja dann kam der Singpart. 'Halleluja'! Wer mich kennt, weiß, dass ich erstens absolut nicht singen kann und zweitens von Kirchlichen Liedern soviel Ahnung habe wie Ghanaer wahrscheinlich von Burnout. Aber Denise hat uns den Popo gerettet und im Konfiunterricht gut aufgepasst und sogar alleine ein Lied gesungen. Ein dickes Danke nochmal an dich Denise :)

 

Danach hat uns unser Watchman noch mit zu sich nach Hause genommen und für uns gekocht. Es gab Reis mit Nudeln und scharfer Paste :) ich hab mir mein Essen mit so einer kleinen süßen Maus geteilt, die da mit war.

Dann hat er uns noch seine Ratten und Katzen gezeigt. Die Ratten hat er immer bei uns im Haus gefangen, sehr beruhigend...vor allem diese mega Ratte, die er die letzte Woche gefangen hat.ekelhaft. Die Katze hatte 3 Tage alte Babys, die er dann nach uns Mädels benannt hat :)

Sassi und Sassi :)

Zum Abschiedsessen sind wir wieder an den Strand gefahren. Ich bin mit 4 Mädels schon eher gefahren und wir haben noch ein bisschen am Meer gesessen. Felicia, Meike und ich haben dann noch einen kleinen Spaziergang am Strand gemacht. Da stand auf einmal eine riesen Menge an Menschen am Meer an einem Ding. Für mich sah es aus wie ein Felsen und ich hab mich schon gewundert, warum die alle an dem Felsen stehen und Fotos machen. Als es auf einmal nach Fisch gerochen hat und wir näher heran gegangen sind, hab ich erkannt, dass es es gestrandeter Wal ist. Der war jedoch schon länger tot. Deswegen war er wahrscheinlich auch dort, denn sonst gibt es in dieser Gegend keine Wale. Deswegen war das auch für die Ghanaer eine Sensation. Den ganzen Abend noch kamen immer wieder Kinder angerannt die gefragt haben, ob wir den großen Fisch gesehen haben :)

Der Abend im Kokobite, das Restaurant in dem wir immer Essen gehen sonntags, war so unglaublich lustig. Wir haben wie immer Werwolf gespielt, lecker gespeist und jede Menge gelacht. Am witzigsten war am Ende unser Fotoshooting.

Heute Früh bin ich mit Janine und Joanna, unser Neuankömmling, losgezogen, Matilda hat uns abgeholt und wollte uns zu Janine Projekt bringen, in dem Janine noch nicht war, weil dort Ferien waren. Auf dem Weg dort hin fragte Matilda wie denn nochmal Janines Projekt heißt um dann festzustellen, dass da immer noch Ferien sind :D Typisch Ghana. Also standen wir dann vor verschlossenen Türen und haben uns nur mal das Gelände angeschaut. Dann sind wir nochmal bei meiner eigentlichen Schule vorbei, die auch noch bis MIttwoch Ferien hat. Aber mein lieber Herr Gesangsverein, das war ja mal eine Prachtbude ;) Verspiegelte blaue Fenster, mehrere Etagen, Fliesenboden...war schon echt schicki. Haben kurz mit einem Lehrer gequatscht und sind dann wieder weiter. Bin gespannt, was mich an dieser 'Sports Academy', so stand es da nämlich alles erwartet in den nächsten Tagen. Wir haben dann noch Merit und Daniela in ihrem Projekt besucht. Da hab ich mich direkt mit einem kleinen Jungen angefreundet, also werde ich morgen noch einmal mit in dieses Projekt gehen. Anschließend sind wir nochmal an den Strand gefahren und haben nach dem Wal gesehen. Der war mittlerweile schon halb zerstückelt. Außerdem haben wir Muscheln gesammelt am Strand...dabei sind wir an ein Strandstück gekommen, was offensichtlich als Toilette dient, denn da lagen unglaublich viele Würstchen, wie Merit festgestellt hat:D Die war wirklich sehr geschockt haha Am Nachmittag haben wir Monika und Jana verabschiedet :( Meine Mädels, mit denen ich angereist bin...ich werde euch sehr vermissen.

Von ghanaischen Jenastudenten, arroganten Franzosen, garstigen Äffchen und majestätischen Elefanten...

Donnerstag, 29.08.2013

Meine letzte Woche war sehr spektakulär und von den Erlebnissen die interessanteste.

Am Freitag bin ich mit Laura, Sina und Isa in die Stadt gefahren zu shoppen. An sich war es ein sehr langer Tag weil die Fahrt bis dahin schon eine halbe Ewigkeit dauert :) In der Stadt waren wir im Arts Center, ein etwas größerer Markt auf dem es alle mögichen Souvenirs gibt. Da haben wir für die Daheimgebliebenen jede Menge geshoppt. Unter anderem haben wir bei David, dem Trommelmann, falls ihr euch noch erinnern könnt, auch ein paar Dinge in Auftrag gegeben. Mit David verbringt man jede Menge Zeit, weil er noch mehr als alle anderen hier die Ruhe weg haben. Er kann auch relativ viel Deutsch sprechen, was sehr witzig ist. Seine Lieblingswörter sind 'saugeil' und 'pummelig' hehe Mit ihm waren wir dann auch was zum Mittag essen. Bei einem Stand hab ich wirklich eeewig verhandelt. Der hat mich dann auch gefragt wie lange ich denn schon in Ghana bin, es käme ihm vor wie 2 Jahre so krass wie ich gehandelt habe. Er meinte das sei eine gute Eigenschaft so hartnäckig zu sein und mein Geldbeutel hat das auch so gesehen ;) Am Abend wollten wir eigentlich an den Strand, aber wir waren echt ziemlich k.o. Und sind zuhause geblieben. Samstag hab ich das erste mal ausgeschlafen in Ghana und zwar bis halb 8 :D danach hab ich mich aber auch wieder auf unsere Terasse gelegt und bin später mit Merit zum Shoprite Geld holen. Da hab ich zum dritten mal fast einen Unfall mitm Trotro gehabt, was für mich bitter ausgegangen wäre, da ich ganz vorne neben dem Fahrer saß und ein Auto genau mir in die Seite fahren wollte. Dank Schlenker is aber alles heile geblieben. Das Wetter war zwar nich so pralle aber dennoch bin ich mit Sina und Isa an den Strand gefahren. Zwar war das Wetter hier nich so dolle aber am Strand umso besser :) da kamen wie immer ein paar Ghanaer auf uns zu, die uns erzählen wollten, dass wir ihre große Liebe sind. Als dann erneut ein Mann vor uns stand waren wir nich nur skeptisch sondern schon ein bisschen genervt. Er hat gefragt wo wir her sind und nachdem ich gesagt habe, dass ich aus Erfurt bin, meinte er oh wie cool, denn er würde ab Oktober in Jena studieren. Naja da dachte ich zunächst auch noch – da hat aber jemand in Geographie aufgepasst. Aber wir haben uns dann ein Ewigkeit unterhalten, weil er wissen wollte was man denn alles so für Ausgaben hat als Student in Deutschland. Mittlerweile bin ich wirklich davon überzeugt, dass er in Jena studiert. Er war auch nicht so aufdringlich und hat immer gesagt, wir sollen ihn wegschicken wenn er nervt. Abends sind wir nach dem Essen im Haus wieder zum Strand, denn da ist samstags immer Reggae Party :) Da spielt eine Band verschiedene Songs,es gibt Cocktails und alle sind am tanzen oder anderen Dingen, die eben so typisch für Ghana sind ;) Am Ende haben wir ein Lagerfeuer am Strand gehabt und das war echt eine super Atmosphäre. Da einem die Jungs mit ihren Liebesgedöns irgendwann wirklich auf den Keks gehen, war ich ganz froh als wir Josh wieder getroffen haben bzw. ein paar andere Männer, die auch Deutsch gesprochen haben. Irgendwann hat mich ein Typ angequatscht, bei dem ich zunächst auch dachte, er sei aus Ghana. Er war aber Franzose und mein Vorurteil über diese Bevölkerung wurde mal wieder zu 100% bestätigt. Wie kann man denn nur so von sich bzw seinem Heimatland so überzeugt sein. Er hat nur über Ghana geschimpft, wie schrecklich hier alles wäre UND -permanent- den Vergleich gebracht: das ist in Paris ganz anders. Vor allem das Argument, dass ja hier wirklich niemand mal ein Wort französisch versteht. Meine Güte, da sieht der einmal seinen Eiffelturm nicht und da geht die Welt unter. Warum bleibt er dann nicht daheim. Naja. Gegen 5 Uhr sind wir dann nach einem Mitternachtssnack ins Bettchen. Trotz der langen Nacht bin ich halb 10 wieder putzmunter gewesen. Hab aber dann den ganzen Tag wirklich nur auf der Terrasse mit den Mädels gelegen und die Seele baumeln lassen. Am späten Nachmittag sind wir wieder zum Strand haben dort noch ein bisschen das Wetter genossen und abends Pizza gegessen. Als Abschied für Diejenigen, die Montag abreisen. Diese Woche ist es mir das erste Mal wirklich schwer gefallen, da ich mich mit den Mädels wirklich gut verstanden habe :( In der gleichen Nacht sind wir um 3 Uhr aufgebrochen. Zunächst sind wir in den Westen Ghanas gefahren. Natürlich wieder alles mit dem Trotro, was die gesamte Reise sehr anstrengend gemacht hat. Man kann sich das wirklich nicht vorstellen, wie anstrengend eine Reise auf diesen Straßen hier ist. Selbst die wenigen Straßen, die betoniert sind, haben alle paar 100m so große Huckel, damit nicht so schnell gefahren wird. Ab und zu stehen auch Straßenschilder am Straßenrand auf denen steht: Überhöhte Geschwindigkeit tötet! An dieser Stelle starben...und dann eben eine Zahl, je nach dem wie viele Menschen da schon gestorben sind. An unserem ersten Stopp nahe Takoradi sind wir gegen 7 Uhr angekommen, haben wir zunächst Jollofrice zum Frühstück gegessen. Das ist Reis gebraten mit Gemüse. Sehr lecker. Anschließend sind wir, mit Rettungswesten bestückt, zu einem kleinen Fluss gelaufen. An sich war das aber kein Fluss, sondern ein langgestreckter See. Wir sind eine Stunde durch dieses Gewässer, was sich als riiiiesen großes Sumpf-See-Gebiet entpuppt hat, gepaddelt. War sehr gemütlich da.

braunes Wasser :)

Als einer unserer Reiseführer des Boots lachend meinte hier leben auch Krokodile, hab ich mit gelacht. Als ich etwas später erfahren hab, dass das kein Scherz war, fand ich das nicht mehr so lustig. Nach ca einer Stunde sind wir an unserem Ziel, einem Dorf auf Stelzen angekommen. Das war wirklich sehr interessant da. In diesem kleinen Dorf leben 450 Menschen. Sie kommen nur zum Handeln, bzw. die großen Kinder für die Schule an Land. Ansonsten sind sie das ganze Jahr über dort. Sie haben uns dann da erzählt, dass die Krokos nicht mehr in Menschennähe kommen, da die Menschen die früher gejagt haben und das haben die sich gemerkt. Trotzdem faszinierend, dass die da ihre Kids einfach so rumstolpern lassen. Denn an sich läuft das Leben dort ab wie über all anders auch. Die Menschen sitzen auf der Straße und warten, dass der Tag um geht :) Die Kinder flitzen über den Steg und spielen da. Sie haben dort auch eine Kirche und obwohl es sonst so aussieht als hätten sie kaum etwas, außer ihre Hütten, funktioniert natürlich der TV und es läuft Fußball :D Das Klärsystem ist sozusagen der See. Sie Waschen sich darin, sie machen alles da rein, was den Körper so verlässt und sie trinken daraus :) Wenn man sieht wie braun das Wasser ist, will man da eigentlich nicht mehr draus trinken, aber gut. Es gibt dort auch einen Fußballplatz, der jedoch nur ein mal oder ein paar mal im Jahr bespielbar ist, in der Blüte der Trockenzeit sozusagen. Der Aberglaube hält die Menschen dort, da jedes mal wenn ein paar Menschen das Dorf verlassen haben, irgendetwas schlimmes passiert ist. So sind die schon seit dem 15. Jahrhundert dort. Zurückgezogen während eines Krieges.

der Kleine hat gerade Mittagsschlaf gemacht :) Fußballplatz ;) Grundschule

Nachdem wir uns da umgeschaut hatten, sind wir wieder eine gute Stunde zurück gepaddelt. Zum Mittag gabs noch einmal etwas vom Reis. Wieder zurück im Trotro sind wir Richtung Kumasi gefahren und sind gegen 8 Uhr (irgendwo wo auch imer) angekommen. Nachdem wir unser Hotel bezogen hatten, haben wir etwas gesucht wo wir Abendbrot essen können. Nach einiger Zeit haben wir endlich einen Pub gefunden gehabt. Hier gab es Pizza, die hat fast wie deutsche Pizza geschmeckt. Ich hab, trotz dass ich im Trotro viel geschlafen hab, geschlafen wie ein Stein. Frühstück haben wir ans Bett bekommen, zwar eine Stunde zu spät, weil sie unser Zimmer irgendwie vergessen hatten, aber das war ok. Denn wir waren erst um 11 wieder im Hotel zurück und mussten schon um 6 wieder aufstehen. Durch die anstrengende Fahrt ist man wirklich wie gerädert. Und so haben wir die Stunde Warten aufs Frühstück mit schlafen verbracht. Nach dem in Kumasi angekommen waren, haben wir uns ein Museum angeschaut. In Ghana gibt es sehr viele verschiedene Völker. Eines der größten und einflussreichsten sind die Asanti oder Ashanti. Da Museum ist das ehemalige Wohnhaus des Königs, der heutige König und die Königin wohnen jetzt in einem etwas größeren Anwesen daneben. Das „Schloss“ ist an sich aufgebaut, wie ein normales Einfamilienhaus in Deutschland, mal so als Vergleich. Da haben wir ein wenig über die Königsfamilie gelernt und wie sich das in Ghana alles so vererbt.

In Kumasi haben wir uns zudem noch einen Markt angeschaut, der größtenteils so aussah wie alle anderen auch :) Zum Mittag gab es im Bus Red Red. Eine weitere Spezialität Ghanas. Das sind Bohnen in Soße und dazu fritierte Plantains, also Bananen.

Red Red

Da unser , anfangs nur ab und zu, aber mittlerweile alle paar Meter einfach den Geist aufgegeben hat, haben wir dann ewig eine Werkstatt gesucht. Letztendlich sind wir auf einem Markt gelandet, auf dem scheinbar speziell Autoteile und Autozubehör verkauft werden. Ich habe ja schon viele trostlose Gegenden gesehen, aber das war wirklich einfach nur schmutzig und unschön da. Da möchte ich wirklich nicht leben. An sich ist ja unser Motor immer ausgegangen, die Menschen bei der Werkstatt meinten, das liegt daran, dass die Bremsbacken abgenutzt sind xD also haben sie die gewechselt. Wie auch immer das geht, hat der Motor danach wieder 1a funktioniert.

Unser nächster Halt war nach fast 4 stündiger Fahrt, ein Dorf an einem Wald, in dem Affen leben. Wir wurden alle mit Bananen ausgestattet und sind mit einem Dorfbewohner in den Wald hinein.Da kamen die kleinen Äffchen schon angehüpft. Anfangs fand ich die auch wirklich sehr niedlich, aber als der eine in Vorfreude auf die Banane in meine Hand gebissen hat, waren die mir nicht mehr so koscher :D Die sind irgendwann so garstig geworden, dass sie einen nur noch angesprungen haben. Nicht witzig, auch wenns so klingt. Dieses Bild beschreibt im wahrsten Sinne des Wortes meinen Affentanz, als mich einer attackiert hat :D Die Menschen des Dorfs haben sogar einen Affenfriedhof errichtet, sehr lieb wie ich finde. Insgesamt gibt es über 1000 Affen in dem Wald. Es gibt zwei verschiedene Arten. Wir haben die Mona gefüttert und die andere Art nur gesehen. Für die war es schon so spät, dass die keinen Bock mehr hatten nochmal von den Bäumen zu kommen.

  Affentanz xD Mona Äffchen

Nach weiteren 3 oder 4 Stunden, ich weiß gar nicht mehr genau, sind wir um 12 in unserem Hotel am Mole Park angekommen. Hier standen bestimmt 20 Rehe vor unseren Hotelzimmern. Wir haben noch Abendbrot gegessen, meine Wenigkeit hat Spaghetti gemammelt und sind dann in die Zimmer. Da ich erst gegen um 2 eingeschlafen bin und um 6 die Nacht wieder rum war, bin ich sehr k.o. Gewesen. Beim Duschen, also mit einem kleinen Wassereimer Wasser aus einem großen Wassereimer schöpfen, haben meine Beine super doll gezittert :( wir sind gegen 7 Uhr zu unserer Safari aufgebrochen, nach dem ein paar Baboons, eine Affenart schon vor unseren Zimmern entlang gesaust sind. Unser Ranger hat uns mit Gummistiefeln und einem Gewehr begrüßt.

Tote Elis :/

Wir sind als erstes auf Pumbas, also auf Warzenschweine gestoßen. In dem Dorf, das auf unserer Strecke lag haben wir dann schon 4 große Elefanten gesehen. Die kommen ab und zu zu dem Dorf, weil das Gras was da wächst wohl sehr gut schmeckt und die dort einen Brunnen haben. Für die Dorfbewohner war es aber scheinbar auch etwas besonderes denn die standen auch mit ihren Handys da und haben fleißig fotografiert. Das war wirklich ein unglaubliches Gefühl wilde Elefanten mal live so nah zu sehen. Wenn die jedoch zu nah zu uns gekommen sind, hat uns der Ranger wieder ein Stück zurück geschickt. JayJay, der Ranger, der die ganze Tour bei uns war, meinte er war noch nie so nah dran an den Elis. Der eine Elefant wird von den Einwohnern 'humans friend' genannt, da er einmal eine schwangere Frau, die im Wald beim Wasser holen ohnmächtig geworden ist, zurück ins Dorf getragen hat! Voll süß oder!? Deswegen ist er auch relativ zutraulich. Wir haben jedoch nur männliche Elefanten gesehen. Die Frauen haben meistens Babys dabei und trauen sich nicht in die Nähe von Menschen. Der Ranger hat uns noch erzählt, dass es zwei Arten von Elefanten da gibt, Forrest und Savanna elefants. Wir haben die Savanna elefants gesehen. Die anderen sieht man so gut wie nie, zumindest nicht als Touri. Und er meinte, dass die die wir gesehen haben eigentlich schwarz sind und nur durch den Staub so grau. Das haben wir erst mal nicht geglaubt.

Pumba

Dann sind wir weiter durch den MolePark gelaufen. Ein riesen großes Reservat in dem über 400 Elefanten, Antilopen, Rehe und ach jede Menge anderer Tiere leben. Unter anderem auch Büffel. Die sind aber so gut wie nie zu sehen. Jay Jay ist alleine dieses Jahr schon 14 Mal da gewesen und hatte sie noch nie gesehen, aber plötzlich standen da ein paar rum. Wir waren natürlich erst mal ziemlich zurückhaltend. Da bekommt man es schon mit der Angst zu tun, wenn die einen so anvisieren. Zwischendurch haben wir immer wieder Rehe bzw. Antilopen gesehen. Dann stand da auf einer Wiese ein einziger Elefant. Wir sind auf ihn zugelaufen und gleichzeitig eineandere Gruppe. Der Elefant drehte sich langsam um und ist aber auf einmal in einem mega Tempo auf die andere Gruppe zu gerannt. Er hat angefangen zu trompeten und sah sehr aggressiv aus. Der Ranger dieser Gruppe hat in die Hände geklatscht und nachdem der Eli das vernommen hatte, hat er so schnell er los gerannt ist auch wieder gestoppt und ist umgedreht und verschwunden. Unser Ranger hat uns dann erklärt, dass er vor dem Klatschen Angst hat, dass er aber wenn einer oder alle von der Gruppe weggerannt wäre, dann hätte er die Menschen bis zum Tod bekämpft. Da bekommt man nochmal mehr Respekt vor den 'Tierchen'.

Eli Kacka :) ca 6kg schwer buffalo Wasserloch Elefantenfuß Das war der angreifende Elefant kurz vor seiner Attacke

Als wir fast am Hotel wieder angekommen waren haben unsere Ranger einen anderen Weg eingeschlagen als wir, da sie wegen Geld was klären mussten. JayJay hat noch so aus Spaß gesagt, falls ihr nochmal einen Elefanten seht, dann wisst ihr ja dass ihr klatschen müsst. Da haben wir alle gelacht, aber als dann genau vor unseren Zimmern tatsächlich drei große Elefanten standen, waren wir alle ruhig. Die meisten sind hinten rum um das Haus aber Laura und ich sind nochmal ein ganzes Stück an die Dickhäuter ran um Fotos zu machen. Die waren auch (zum Glück) nicht aggressiv sondern haben sehr schön für uns gepost, wie ihr sehen könnt.

Als Wir nach der Safari im Pool etwas gechillt haben, konnten wir auf den Mole Park schauen, da haben wir ein paar Elefanten baden sehen können. Und sie da, als sie aus dem Wasser kamen, waren die tatsächlich schwarz :)
Nach diesem wirklich super schönen Tag mit unglaublichen Eindrücken sind wir wieder ins Trotro. Nun standen uns 12 Stunden Fahrt bevor. Es war wieder anstrengend, aber dennoch ok. Die Bilder der letzten Tage bzw. die Erlebnisse waren einfach so unbeschreiblich schön, dass die Fahrt kein Problem war. Es war wirklich richtig richtig toll. Auch einmal die Dörfer im Norden zu sehen, die teilweise noch...ich kann es gar nicht beschreiben, ohne dass es doof klingt...aber naja halt wirklich mitten in der Natur ein paar Lehmhütten und mehr nicht :) Und auch die Erde...so typisch rot wie man sich das alles in Afrika vorstellt, einfach schön :)
Heute Früh habe ich Wäsche gewaschen und ein bissl Sport gemacht :) Gegen Mittag sind wir mit Sina ins Krankenhaus gefahren, da es ihr schon die ganze Woche sehr schlecht ging. Sie haben zwar anfangs ihre Akte vertauscht und der Arzt war mehr mit TV gucken beschäftigt, aber am Ende hat der Bluttest ergeben, dass es zumindest kein Malaria ist. Den Nachmittag habe ich damit verbracht diese Zeilen hier zu schreiben und bei der Schneiderin mein Kleid abzuholen :) Sieht guti aus. Jetzt gleich kommt JayJay nochmal und kocht für uns :)

mal ein Fazit über Ghana bisher

Donnerstag, 22.08.2013

Hier mal noch ein paar allgemeine Gedanken zu Ghana. Ich wurde schon einiges gefragt und mag die ganzen Fragen hiermit beantworten...
Für mich ist hier sozusagen alles oder fast alles anders. Das ist weder positiv noch negativ gemeint. Es ist einfach eine ganz andere Kultur und ein ganz anderer Lebensstandart als das was ich bisher kennen gelernt habe. Vieles ähnelt schon dem Leben in südlichen Ländern aber generell ist hier einfach alles anders :)
Für mich ist nach den drei Wochen, jetzt in den letzten Tagen, die größte Veränderung gewesen, dass ich mich mittlerweile wirklich willkommen fühle. Vor allem in der ersten Woche habe ich mich sehr oft als etwas Besonderes gefühlt jedoch im negativen Sinne. Ich hatte permanent das Gefühl angeguckt zu werden (irgendwo auch verstädnlich da man als Weiße hier nicht so oft vorkommt)das ist zwar immer noch so aber mittlerweile ist es irgendwie anders. Ich hab mich oft unwohl gefühlt als würden die Ghanaer schlecht über mich denken, so ungefähr wie: was will denn die reiche Europäerin jetzt hier- gucken wie schlecht es uns geht? Ja so ungefähr war es und so ist es nicht nur mir gegangen. Warum ich dieses Gefühl mittlerweile nicht mehr habe weiß ich nicht. Vielleicht lag es auch anfangs an mir und ich hab vielleicht nur blöde geguckt :D aber mittlerweile fühle ich mich überall willkommen. Man wird immer zu gefragt wie es einem geht und wie man heißt, was man hier macht und wie lange man hier ist. Sicherlich ist das alles immer nicht ganz uneigennützig und oft genug sehen sie in mir oder in uns immer noch 'nur die reiche Weiße', aber die Menschen sind trotzdem sehr freundlich und hilfsbereit. Fragst du nach dem Weg bringen sie dich teilweise selbst bis dahin. Passiert dir etwas, egal was, selbst wenn du schuld daran bist, entschuldigen sie sich bei dir. Am kontaktfreudigsten sind natürlich die Kinder. Egal wo man hinkommt, die Kinder die am Straßenrand spielen oder sitzen rufen 'Obruni' und freuen sich wenn du winkst und mit ihnen sprichst. Manchmal kommt so ein Knopf angerannt nimmt dich an die Hand und läuft einfach ein wenig die Straße mit dir zusammen und verschwindet dann irgendwann wieder.

In vielen Hinsichten ist es hier sehr ähnlich wie in anderen südländischen Ländern. Der typisch deutsche Stress exitiert hier einfach nicht, wie ich aber auch schon oft beschrieben habe. Es ist hier eben so, die Menschen sagen selbst dass sie chillen. Wenn es um 8 Uhr heißt kann es eben auch um 9 Uhr oder 12 Uhr werden. Oder es kommt eben gar keiner, natürlich ohne bescheid zu geben. Das Leben hier spielt sich größtenteils auf der Straße ab. Die Menschen haben ihre Verkaufsstände auf der Straße und verbringen da den Tag. Die Kinder sitzen immer mit dabei oder helfen mit.

Die gute 'Nachhaltigkeit' die uns Deutschen schon fast wieder zu den Ohren raus kommt ist hier irgendwie noch nicht angekommen. Der schwarze Qualm, der aus den Autos kommt ist echt mörderisch. Obwohl es so oft zu Stromausfall kommt brennen die wenigen Laternen die es gibt oft den ganzen Tag. Müll wird einfach auf die Straße geschmissen. Dass es nicht so sauber ist wie in Deutschland, kenne ich auch aus anderen Ländern, aber das wirklich einfach jeglicher Müll auf den Boden geklatscht wird ist für mich unverständlich. Dass es keine Mülltrennung gibt brauch ich glaub ich nicht ansprechen. Plastik, Papier Bio – alles eins. Am Ende wird es alles verbrannt. Deswegen sind Abgase und Qualmgeruch hier auch allgegenwärtig. Komisch für mich ist, dass aber obwohl die Menschen oft nicht viel haben, Dinge sehr rücksichtslos behandelt werden. Das ein Auto meist nur bei uns Statussymbol ist und wie ein Baby behandelt wird ist mir bewusst, aber wie die hier mit ihren Karren umgehen. Das ist unglaublich, wie die hier ihre Autos zu Schrott fahren. Was jedoch bei den Straßen hier nicht schwer ist. Ich hab ja auch schon öfter geschrieben, dass die meistens katastrophal sind. Abgesehen von den Highways oder direkt in Accra. Aber auch die Kinder im Waisenhaus. Die haben ja nun wirklich nichts oft genug nicht mal ein eigens Paar Schuhe. Aber wenn man ihnen etwas schenkt wird das auch nicht unbedingt sorgfältig behandelt. Kuscheltiere werden durch den Dreck gezogen, Puzzelteile zerknickt Stifte kurz benutzt und dann in die Ecke geworfen. Die freuen sich ja immer riesig über Seifenblasen- aber auch die...da wird zwei dreimal gepustet und dann kippen die das Wasser weg. Gucken dich dann an wie ein Auto und wollen eine neue Packung. Auch wie wenig sie das was sie haben sauber halten. Hier ist einfach irgendwie alles schmutzig die Autos, die Häuser die Straßen was natürlich auch mit dem Müll zusammen hängt. Dieser Gedanke führt mich zum nächsten - Insgesamt kommt es mir oft so vor als lebe man hier aus unserer Sicht noch in der Vergangenheit. Vielleicht so 50 60 Jahre zurück.

Die Gegebenheiten der Sanitären anlagen und der Hygiene allgemein sind gefühlt wie bei uns vor Jahren. Es gibt hier in Accra schon ab und zu, vor allem in neueren Gebäuden Toiletten. Aber so oft gibt es diese nicht und es ist wirklich einfach nur ein Loch im Boden mit einer Grube unten drunter. Ich weiß nur immer noch nicht was passiert wenn das Ding voll ist. Denn ich habe noch nie gesehen, dass hier irgendwer den Inhalt abpumpt. Ich frag mich allgemein wie das Klärsystem funktioniert. Toilettenpapier darf hier jedenfalls in keine Toilette sondern in einen Mülleimer der daneben steht oder manchmal ein Korb.

Die Duschen...naja meistens ist die Dusche ein Wassereimer :) bei uns im Haus gibt es Bäder mit Duschen die einen richtigen Duschkopf haben und manche haben nur einen Schlauch. Bei jedem ist jedoch der Wasserdruck so groß wie wenn man in Deutschland den Hahn viertel aufdreht. Weil das Wasser auch manchmal ziemlich braun aussieht hab ich das Gefühl ich selbst bin seit drei Wochen nich wirklich sauber :D Was aber auch dem ständigen eingecreme mit Mückenspray geschuldet ist. Mücken sind hier wirklich super aktiv. Und Malaria für die Einheimischen Alltag. Trotzdem sind auch die Zustände im Krankenhaus wirklich aus meiner Sicht heftig. Steril- ein Fremdwort. Allerdings war ich auch nur in einem kleineren Krankenhaus, in dem nahegelgenen größeren ist es wohl schon besser.

Die Menschen sind hier auch immer noch sehr abhängig von Gott. Egal ob Christen oder Moslems...Gott spielt die zentrale Rolle im Leben. Ihre größte Angst ist Gott und überall stehen Sprüche über den 'Lord'. Habe ja auch schon erwähnt dass überall Prediger stehen, die mit Mikro den ganzen Tag Predigten halten.

Für mich auch sehr rückschrittlich und schwer nach zu vollziehen ist der Hass auf Homosexuelle. Das wird hier in Ghana mit Gefängnis bestraft. Als Laura sich in einem Trotro auf Janas Schoß gesetzt hat, damit ein Mann noch mit fahren kann, wurden sie von einer Frau mit sehr bösem Ton gefragt was das denn soll. Und als Jana heute ihren Kopf auf meine Schulter gelegt hat, weil sie müde war, haben wir auch sofort sehr böse Blicke geerntet.

Allgemein ist das ganze Rechtssystem ziemlich korrupt. Ich habe schon sehr oft mitbekommen, dass die Polizei egal bei was ein Auge zudrückt, solange genug Cedi die Hand wechseln. Ein Mädel von uns wurde sogar von den Beamten am Fughafen mehr oder weniger verarscht, weil angeblich ihr Visum abgelaufen sei. Nach dem sie ihnen Geld gab, durfte sie fliegen.

Sehr veraltet aus unserer Sicht ist ebenfalls die Erziehung in der Schule. Hier ist Gewalt ein gängiges Mittel und eine Ohrfeige oder ein Klatsch auf den Kopf bei einer falschen Antwort oder Unaufmerksamkeit keine Schande. Ich habe auf der Straße schon mehr als einmal erwachsene Männer Kinder mit Holzknüppeln -wirklich- verdreschen sehen.

 

Das mag gerade alles sehr negativ klingen, aber so ist es nicht gemeint. Es ist eben wie ich anfangs geschrieben habe einfach anders als bei uns. Ich empfinde manches als nich gut aber einfach aus dem Grund, weil ich anders erzogen wurde und es anders kennen gelernt habe. Das heißt für mich nicht, dass meine Sicht der Dinge die richtige oder sogar die bessere ist. Auch wenn die Ghanaer selbst von sich sagen, arm zu sein und dass sie in gewisser Weise neidisch auf uns sind, gibt es sehr viele positive Eigenschaften, wie diese Freundlichkeit und die Geduld die die haben, die bei uns sehr oft fehlt. Es ist wirklich mehr als interessant einmal für längere Zeit in einem anderen Land und vor allem in einer so anderen Kultur zu leben auch wenn ich nicht all zu lange hier bin. Man lernt ein Land durch das was ich hier erlebe und mache anders kennen, als wenn man zwei Wochen einen Cluburlaub macht und ab und zu mal eine Touriführung durch eine Stadt unternimmt. Jede Unterhaltung mit den Menschen hier, sei es ein Taxifahrer oder eine Verkäuferin, lehrt einem mehr über dieses Lnd und diese Kultur. Ich finde es mehr als aufregend das alles hier kennen zu lernen jeden Tag wieder. Denn auch wenn ich es nicht unbedingt als 'dritte' Welt bezeichnen möchte so ist es für mich doch eine ganz andere Welt, als die die ich bisher kenne.

natürlich ist das auch nur meine Sicht der Dinge...und es lohnt sich in jedem Fall sich ein eigenes BIld zu machen ;)

schon Woche 3...

Donnerstag, 22.08.2013

 Montag ist nichts spektakulares passiert, wir waren wieder in unserem Waisenhaus und haben am Nachmittag zusammen gechillt. Ich war eine Runde joggen, was auf Grund der Hitze und des Staubs echt ordentlich anstrengend war.Abends sind wir nochmal zum Shoprite...damit unser Driver die Mautgebuehr nich zahlen muss sind wir irgendeinen Schleichweg lang gefahren. An sich dachte ich, ich habe die schlimmsten Strassen in Accra schon ueberstanden, aber Achterbahn fahren is nichts dagegen :D danach haben wir noch auf die Neuankoemmlinge gewartet und sind gegen 12 Uhr ins Bett. Mittlerweile bleib ich auch wieder laenger wach...denn am Anfang bin ich meistens schon um 9 bzw 10 im Schlummerland gewesen .Dienstag sind wir mit den Kids spazieren gegangen und haben unterwegs wieder Wettrennen gemacht und verschiedene Spiele gespielt. Unser Watchman, also Securitymann, Lauti hat an dem Tag an unserem Hauseingang eine schwarze Babycobra gefangen. Die kann wohl als Baby nich viel machen, aber als ausgewachsene Schlange ist die wohl meeega giftig. Gut, dass sie noch klein war und gut, dass wir Lauti haben. Von denen habe ich euch noch gar nichts erzaehlt. Lauti und Edmund sind unsere Watchmen. Lauti is nachts da und Edmund am Tag. beide jeweils 12h. Jeden Tag, 7 mal die Woche. krassi oder!?Am Nachmittag sind wir, Laura, Jana und ich, ins Maggihaus gefahren.

so siehts Innen aus

Das Maggihaus ist ein riessen Haus an dem ueberall Maggi steht. Es ist echt unglaublich gross. Ganz unten ist Markt auf dem es alles moegliche zu essen gibt. Gemuese, Obst, Schweinebeine, Schnecken, Gewuerze. In der 2. Etage giibt es alles moegliche, Drogerieartikel, Tupperware zeugs Schuhe KLamotten und jede mMenge Frisoerlaeden. Da haben wir ein paar Sachen fuer die Daheimgebliebenen gekauft ;) Da Etka Geburtstag hatte sind wir abends zu 9. im Taxi zum Strand und haben dort ein bisschen zusammen gefeiertheisst Werwolf gespielt und bissl was getrunken. Werwolf spielen wir mittlerweile in jeder freien Minute. Mittwoch sind Jana und ich mal mit Laura und Sina in ihre Schule gefahren. Das ist ein Direktor der mehr oder weniger illegal eine Schule aufgemacht hat, denn auf Grund seines niedrigen Einkommens duerfte er das eigentlich gar nicht. Das war dort im Vergleich zu unserem Projekt schon was ganz anderes. Man hat sofort gemerkt, dass alle Kinder ein Elternhaus haben. Allerdings sind da an sich auch Ferien und die Kinder kommen nur dann in die Schule, wenn sie Geld haben. Sie muessen naemlich jeden Tag bezahlen. Dort waren auch nur kleine Kinder, bis maximal 11 oder 12 Jahre. Natuerlich war aber alles wieder in einer Holzhuette, Kindergarten Klasse 1 und Klasse 2. Wir haben ganz kleine Matheaufgaben gerechnet, Bankruecken gespielt und ihnen Lieder und Spiele beigebracht. Ausserdem haben wir denen ein bissl was ueber Obst beigebracht und wie man die Sorten schreibt.Die lieben es durchgekitzelt zu werden und so hab ich in der Pause mal 'wer hat Angst vorm schwarzen Mann' in ' wer hat Angst vor der weissen Frau' umgewandelt und alle gekitzelt die ich gefangen habe. Naja so hatte ich recht schnell einen Haufen Kids um mich :) Die Tochter von der Koechin war auch mit da, allerdings Malaria krank :( und in der Pause als sie ihre Medizin nehmen musste, sass sie bei Jana auf dem Schoss und hat ihr mal kurzer Hand auf die Fuesse gebrochen -ups- Naja aber fuer die is das ja hier wie eine Grippe. Demzufolge hat sich Mama auch nich gross drum gekuemmert, dass ihre 4 Jahre alte Tochter da krank rumliegt. Die Kinder dort sind es sogar gewohnt 'richtigen' Unterricht zu machen. Auch wenn die Lehrer uns die ganze Arbeit ueberlassen haben und uns zugeguckt haben, scheinen die dort nen Plan zu haben, was es heisst mal laenger als 2 Minuten still zusitzen und zuzuhoeren, was bei den Kindern in dem Alter in unserem Projekt nich wirklich vorstellbar ist. Der Tag dort beginnt so, dass die Kinder in Reihen vor der Schule stehen, beten und die Ghana Hzmne singen. Jedesmal wenn ein Kind etwas gut gemacht hat, wird ein kleiner Rhzthmus geklatscht. voll suess xD Am Nachmittag hab ich mein Buch zu Ende gelesen, mich gesonnt weil endlich mal Sonne da war anstatt Wolken und geschlafen. Ich hab lange nich mehr so viel entspannt wie hier :) Heute am Donnerstag waren wir wieder in der Joykol, also meinem momentanen Ersatzprojekt. Wir haben uns einen Jungen genommen, der irgendwas mit den Augen hat, schon ewig und sind ins Krankenhaus zu Denise, einer aus unserem Haus. Fuer den Kleinen war das natuerlich ein mega Abenteuer. Obwohl er anfangs ziemlich aengstlich war. Irgendwie klar, wenn sich sein Leben jeden Tag nur im Waisenhaus abspielt. Wir sind mit dem Taxi gefahren, aber der Kleine hat den anderen Kindern erzaehlt, wir seien mit dem FLugzeug geflogen :) Denise hat einen Arzt und eine Schwester geholt. Die konnten uns aber nich wirklich helfen :( wir muessten in eine spezielle Augenklinik, wobei nur das Angucken lassen jedoch 80Euro kosten wuerde. Ziemlich wahrscheinlich braeuchte er doch eine OP die einfach super viel kosten wuerde :( Zurueck im Projekt haben wir mit den Maedels mit Knete gespielt, war sehr witzig.

Heute Nachmittag haben wir cooking lesson gehabt. Da kocht immer einer von den Ghanaern, manchmal Lauti manchmal die Putzfrau was typisch Ghanisches. Heute gab es Kasawa (keine Ahnung wie man es schreibt) schmeckt ähnlich wie Kartoffeln mit Stu. Stu ist an sich jede Art von Soße. Heute die Soße war mit Möhren Paprika Kraut und natürlich wie alles hier- ordentlich scharf gewürzt. War aber sehr lecker

stu kasawa waterpack

Cape Coast und Kakum National Park

Sonntag, 18.08.2013

Mein Wochenende war wunderschoen :)
Da wir davon ausgegangen sind, dass wir wie immer etwas spaeter abgeolt warden, haben wir uns am Samstagmorgen ziemlich feiern lassen. Natuerlich kam dismal das Trotro puentklich und sogar zu frueh. Da hat er aber gehubt, dass wir rauskommen…ein Typ. Dann sind wir  nach CapeCoast gefahren und haben dort gefruehstueckt. War sehr lecker, bei mir gab es Ruehrei mit Toast und Panecake mit Schoki. Anschliessend sind wir in Richtung unserer Unterkunft gefahren. Der Tag war bis dahin nicht unbedingt der beste fuer mich, da es mir Kreilauftechnisch, seit meinem ewigen Getippe des letzten Blogeintrags,  echt mies ging. Die Fahrt im Trotro ueber die Strassen Ghanas war also eher unschoen fuer mich. An sich wollten wir Auf eine Sklavenburg fahren, es hiess jedoch, dass der Praesident gerade dort ist und wir deswegen nicht hin duerfen. Also sind wir erstmal zu unserem Beach Resort. Das war wirklich traumhaft schoen. Bungalows direkt aber wirklich direkt am Meer, runterherum Palmen und nur sehr wenige Menschen

Janas und mein Bungalow Unser Ausblick vom Bungalow im Haeuschen :)

Nachdem wir ausgepackt und unser Dinner bestellt hatten, sind wir mit dem Trotro wieder Richtung Elmina, der Sklavenburg gefahren, da der Praesident um 12 weg sein wollte und es um 1 Uhr war. Als wir auf dem Weg dahin waren, fuhr auf einmal eine lange Polizeiescorte an uns vorbei…ja typisch Ghana war der Praesident spaet dran und somit war unser Trip wieder gestrichen. WIr sind zurueck, haben uns an den Strand gechillt und eine kleine Erkundungstour gestartet. Ich war recht dankbar, dass der Trip nich geklappt hat, da es mir durch das Gammeln am Strand wieder supi ging. Ich vermute mal, dass mir das Lariam (Malaria Prophylaxe) so zu schaffen gemacht hat, da ich das immer Donnerstag einnehme und einige am naechsten/uebernaechsten Tag Probleme haben. Abends habe ich Curry gegessen mit Reis, war ganz schmackhaft J Danach haben wire in bisschen am Strand gesessen und Cocktails geschluerft. Es war super angenehm mit dem Meeresrauschen einzuschlafen und noch schooner war es davon geweckt zu werden.  Ich bin gegen 6 Uhr wach geworden, da ich nic mehr wirklich schlafen konnte bin ich kurz darauf mit Jana zum Wasser und wir haben uns dort hingelegt. Es war kaum eine Menschenseele da und einfach wunderschoen. Zum Fruehstueck gab es bei mir wieder Ruehrei mit Toast und einen Obstsalat dazu. Ich glaub ich hab selten so einen perfekten Morgen verbracht wie heute…wunder wunderbar :D
Anschliessend sind wir erneut zur Elmina Burg gefahren. Dort haben wir eine Fuehrung mitgemacht. Das war ewig eine Sklavenburg wo erst Portugiesen spaeter die Hollaender und die Briten, die Afrikaner eingebuchtet hatten und nach und nach, insgesamt 3 Millionen Afrikaner nach Amerika verschifft haben. Das war schon heftig, vor allem die engen Raeume in die sie gequetscht wurden. an dieser Wand mussten die Sklaven hoch klettern...Training fuer die Soldaten. wenn Sklaven nach Freiheit verlangt haben, wurden sie bis zum Tot (ohne Wasser/Essen) hier eingesperrt

Die Burg ist schon 500 Jahre alt und demzufolge riecht es in den Gemaeuern auch wie in einer Hoehle total feucht…dort sind die ganze Zeit die Fledermaeuse an einem vorbei gesaust, das war super witzig, weil die so nah an einem vorbei sind, dass man sich immer ziemlich erschrocken hat.

Hinten sind die Bat men :) natuerlich dreht sich die Welt in Ghana auch immerzu um Fuba :)  Ausblick von der elmina Burg Richtung Stadt

Danach sind wir zu einem Restaurant gefahren, haben Mittag bestellt, damit es spaeter bei Ankuft fertig ist und sind sofort weiter in den Kakum National Park. Das war diesemal ein echter Regenwald. Sah dem Dschungel vom letzten Wochenende sehr aehnlich, nur dass die Baeume sooo riesig waren :D EIn Stueck sind wir ueber Haengebruecken gelaufen und konnten von sehr weit oben in den Regenwald schauen. Ich hab die ganze Zeit an meinen Paps denken muessen, den du waerst da oben tausend Tote gestorben. Die Bruecke war ein Brett und links und rechts ein Netz zum festhalten, in 40m Hoehe ;)

unser Ranger Ben im Regenwald    da sieht man sehr schoen wie hoch die Baeume sind ;) Monte 2 ;)Jippi :D

Ich hab auch teilweise ganz schoen Schiss gehabt, weil das arg gewackelt hat. Ausser Schmetterlingen und bunten Voegeln sind uns aber leider keine Tiere begegnet. Die kommen nur Nachts aus ihren Verstecken. Es war trotzdem schoen mal live im Regenwald gewesen zu sein und die 300 Jahre alten Baeume anzuschauen. Da wo wir Mittag gegessen haben, war ein See in dem Krokodile leben. Da die ebenfalls gut gegessen hatten konnten wir nah an sie ran und auch antaetscheln.   Kroki :)

Auf dem Heimweg haben wir wieder die Strassen Ghanas verflucht, da wir das ein oder andere Mal mit dem Kopf gegen die Trotrodecke gehuepft sind. Aber letztenendes sind wir wieder gesund und munter an unserem Haus angekommen.
Es sind zwar erst zwei Wochen rum, aber ich fuehle mich mittlerweile pudelwohl hier…Von mir aus koennte mein Leben immer so ablaufen, tagsueber in der Schule die Kids beschaeftigen, nachmittags am Strand relaxen und am Wochenende die Welt anschauen so laesst es sich leben hihi
euch allen noch einen schoenen Sonntag…

Da Ich gerade unglaubliche 5 Minuten brauche um eine Seite zu laden wird das mit den Fotos heute leider nichts und ich werde das hoffentlich morgen schaffen :)

und mal wieder ein Bild fuer Vivi...bei dieser pinken Blume hab ich sofort an dich gedacht :*

"madame I don't understand"

Freitag, 16.08.2013

Diestag Nachmittag war ich mit Laura, Marina und Jana am Strand ein bisschen das Wetter und die Sonne geniessen. Die Wellen waren diesmal nich ganz so hoch aber dafuer war das Wasser echt frisch...Natuerlich hatten wir wieder kaum Zeit zum entspannen, da sich nach ner halben Stunde 9 kleine Obibini Kids zu uns gesellt haben. Die legen sich dann einfach mit aufs Handtuch und bquatschen dich ob du nich Essen hast, wie du heisst und alles was ihnen so einfaellt.
Am Mittwoch fanden in der Joyskol, also meinem Waisenhaus, endlich auch mal Unterricht statt :D  die groesseren sind alle in das Schulgebaeude und ich hab den Lehrer gefragt ob ich vielleicht zuschauen kann. Daraufhin meinte er, ich koenne auch einfach selbst unterrichten. Gesagt getan :) So hab ich mit ein paar Kids Mathe gemacht. Ganz einfaches schriftliches Addieren Subtrahieren und Multiplizieren. 
Die anderen Volunteers haben dann auch mit geholfen sich Aufgaben auszudenken. Ist gar nicht so einfach eine Unterrichtsstunde zu halten wenn man so gar keinen Plan hat was die Kinder schon alles koennen, sie so einen grossen Altersunterschied haben (6 bis 15 Jahre) und man sich neben dem Erklaeren immerzu darum kuemmern muss, dass jedes Kind einen Stift und ein Blatt hat und wenn 4 weitere Klassen sozusagen im gleichen Raum unterrichtet werden, wie ihr vielleicht auf dem Foto sehen koennt. Dennoch: Beruf finden der mir Spass macht: Check! Es hat unglaublich viel Spass gemacht, zumal ich endlich mal das Gefuehl hatte  in irgendeiner Weise wirklich was tun zu koennen. So ging es dann alle paar Minuten aus irgendeiner Ecke:' madame I don't understand!" und dann haben wir versucht das zu erklaeren...gut, dass Frau Hahn im letzten Semester nochmal alles mit uns durch gegangen ist :D
Nebenbei musste natuerlich auch immer wieder gekuschelt werden. Wirklich der wahnsinn wie die kleinen Kletten immerzu an einem haengen :D
ausserdem haben Jana und ich versucht die Schule ein bisschen zu verschoenern, mit den Mandalas, die die Kinder gemalt haben. die weissen blaetter oben unterm dach :)
Abends sind wir in einer groesseren Gruppe nochmal an den Strand Hannas Geburtstag reinfeiern. Haben Pommes gemammelt und ein paar (Trink-)spiele gespielt :) war sehr witzig aber auch gemuetlich, da mal wieder Stromausfall war und nur Kerzen an waren. Aber ist schon ein mulmiges aber schones Gefuehl im Dunkeln am Wasser zu sitzen und auf den grossen Atlantik zu schauen und zu wissen, dass das naechste mal wenn Land kommt schon der Suedpol ist xD

Donnerstag bin ich mit Lisbeth mal ins Krankenhaus gefahren. Sie ist Medizinstudentin und ans Volunteer in einem kleineren Krankenhaus. Dort angekommen und in Aerztekittel geschluepft haben wir einen Rundgang gemacht. Naja wie erwartet ist das alles ein bisschen anders als bei uns. An sich gibt es da verschiedene "Stationen" also Raeume. zB HNO, Augen oder so. In der Ambulanz haben wir kurz bei eiem Verbandwechsel zu gesehen bei einem jungen Mann, der sich den halben FInger abgeschnitten hatte. wir haben uns eine Station angeschaut auf der die kleinen Babys bzw die Kinder untersucht werden auf Groesse und Gewicht und so was. Danach sassen wir auf der Entbindungsstation rum, in der Hoffnung eine Geburt mit erleben zu koennen. Ja richtig - da kann man mal eben zu schauen als Volunteer. Die schwangeren Frauen kommen ins Krankenhaus, wenn sie denken, dass sie ihr Baby kriegen. Wenn die Schwestern denken, dass es bald los geht duerfen sie bleiben, ansonsten werden sie wieder heimgeschickt. Dann gehen sie ab und zu in den Kreissaal, damit der Umfang des Bauches gemessen werden kann. Dazu bringen sie sich selbst eine Unterlage mit, die aussieht wie ein Muellsack. Vermutlich ist es einer. Wenn das Baby tatsaechlich gekommen ist, wir in diese Folie die Nachgeburt gewickelt und der Mama mit gegeben. Was auch immer die dann damit anstellen...Der Kreissaal...puh da hab ich nich schlecht geguckt. Ich haette mir in Deutschland wahrscheinlich in dem Raum nicht mal nen Verband wechseln lassen :/
ein kleiner Raum mit zwei Liegen, neben an eine Toilette und auf einem Wagen ein paar Medikamente. Ein Sterilisator, wie Lisbeth erklaerte (der jedoch, seit dem sie da is, noch nie in Benutzung war) ein Holzbrett mit verschieden grossen Loechern zum schauen wie viel cm der Muntermund schon geoeffnet ist und ein Karton mit benutzten Spritzen. Waehrend wir da waren ist leider kein Knirps zur Welt gekommen. Und ja wenn es so gekommen waere, haetten wir 4 Volunteers einfach dabei bleiben und zuschauen koennen. Das stoert keinen oder zumindest sagt keiner was...aber man kommt sich schon etwas komisch vor, wenn die Frauen sich da halb nackt hinlegen, fuer die bedeutet das aber wohl sogar Glueck wenn da ein Weisser zuschaut. Naja. Eine Frau lag auf der Liege, die noch gar keinen Bauch hatte aber scheinbar grosse Schmerzen :( die Frauen geben hier jedoch keine Geraeusche von sich, egal wie stark die Wehen oder die Schmerzen sind. Die Frauen hier schnipsen.  Wenn Das KInd geboren ist, wird es untersucht und sobald es von der Brust getrunken hat, also ein paar Stunden nach der Geburt verlassen Mama und Baby das Krankenhau. Nichts mit ausruhen.

Heute war ich wieder in meinem Waisenhaus und hab bisschen unterrichtet. Teilweise wieder Mathe und teilweise zusammen mit Laura Englisch :) Am Anfang war ich voll erschrocken, da scheinbar Frisoertag war. Denn sogut wie alle Kinder hatten jetzt statt kurzer Haare eine Glatze. war erst mal eine Umgewoehnung. 
und ich hab wieder gaaanz viel gekuschelt :D vor allem die kleine Occule wollt mich nich mehr los lassen und ich sie dann irgendwann auch nicht mehr. Die kleinen Knoepfe haben es mir echt schon ganz schoen angetan. Aber irgendwann sind wir los, da der Hunger gesiegt hat.

zum Abschluss nochmal fuer Vivi ein kleiner Anblick wie ich so uebernachte ;)

oben ist mein kleines Himmelbett :D

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